2. November 2017

Kenia vor der Wahl ist Kenia nach der Wahl – November 2017

Kenia, das einstige Vorzeigeland in Ostafrika hat ein Problem: Amtsinhaber Uhuru Kenyatta siegt mit der Jubilee Party bei der wiederholten Präsidentenwahl in Kenia. Schon die erste Wahl im August war von Unregelmäßigkeiten begleitet und musste wiederholt werden – auf Anordnung des Obersten Gerichts von Kenia.

Die vermasselte Wahlwiederholung

Inauguration von Uhuru Kenyatta

Auch die Wiederholung der Wahl lief nicht fair ab. Deshalb wurde sie von Raila Odinga, dem Oppositionsführer boykottiert. Denn erneut sahen sich Odinga und seine Orange Democratic Movement Party durch die Regierungspartei von Kenyatta behindert. Das Gericht war unmittelbar vor der wiederholten Wahl nicht beschlussfähig, um Raila Odingas Vorwürfe zu prüfen. Ein Gerichtsdiener war angeschossen worden, und die Richterin war nach New York geflohen. Es war also vorauszusehen, dass Amtsinhaber Kenyatta zum Sieger erklärt würde. Die Zahlen der zweiten Abstimmung zeigen ein beunruhigendes Bild: Weniger als 35 Prozent der 19,6 Millionen registrierten Wähler gingen an die Urnen. Zum Vergleich: am ersten Wahldurchgang beteiligten sich noch fast 80 Prozent der Bevölkerung. Seit Kenyatta im August zum Gewinner der ersten Wahl erklärt wurde, sind nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mehr als 70 Menschen getötet worden, die meisten von der Polizei.

Wer ist für die Wahlmisere verantwortlich?

Raila Odinga während einer Pressekonferenz

Raila Odinga mit seinem Boykott oder Uhuru Kenyatta mit der Polizeigewalt gegen Oppositionelle sowie den Unregelmäßigkeiten der Wahlhelfer? Kenyatta hatte als amtierender Präsident die Fäden der Macht in der Hand und hätte die Voraussetzungen für eine faire Wahl schaffen können. Das hat er offenbar versäumt. Nun wird er in den nächsten fünf Jahren gegen die Hälfte der Bevölkerung anregieren. Ob ihm das gelingen wird, ist fraglich. Dazu muss man wissen, dass in Kenia verschiedene Völker leben, die um die Macht und den Reichtum des Landes konkurrieren: die Luo, zu denen Raila Odinga gehört, und die Kikuyu, Kenias größte und einflussreichste Volksgruppe, zu denen Uhuru Kenyatta zählt.

War der Wahlkampf eine verkappte Familienfehde?

Die Väter beider Politiker waren im vorigen Jahrhundert, als Kenia sich von britischer Kolonialherrschaft befreite, prominente Widerstandskämpfer. Beide kämpften um die Führung, als Kenia 1963 in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Raila Odingas Vater Jaramogi Oginga Odinga verlor im Wahlkampf gegen Jomo Kenyatta, der Kenias erster Präsident wurde. Odinga führte drei Jahrzehnte lang die Opposition in Kenia, wurde jedoch nie Präsident von Kenia.

Raila Odinga und sein politisches Programm

Raila Odinga und die Orange Democratic Movement haben einen radikalen Wechsel versprochen. Odinga wurde 1945 als Sohn von Jaramogi Oginga Odinga geboren, einem Widerstandskämpfer, der Kenias erster Vizepräsident unter Jomo Kenyatta wurde. Raila Odinga studierte in der ehemaligen DDR und gilt als sozialistisch geprägter Politiker. Er wurde dreimal verhaftet wegen seiner Opposition gegen das einstige Ein-Parteien System in Kenia. Sein wichtigstes politisches Ziel besteht in der Gewaltenteilung, um die ungleiche Verteilung des Reichtums zu beenden. Denn unter dem vorigen und jetzigen Amtsinhaber Uhuru Kenyatta hat sich die Schere zwischen den Reichen und Armen in Kenia immer weiter geöffnet. Seine politischen Gegner haben ihm als Sozialisten unterstellt, dass er der freien Wirtschaft großen Schaden zufügen würde. Odingas Wahlversprechen bestand außerdem darin, die Infrastruktur zu verbessern. Er sagte auch, er würde die grassierende Korruption eindämmen. Dumm nur, dass auch gegen Mitglieder seiner eigenen Partei Verfahren wegen Korruption anhängig sind.

Uhuru Kenyatta und sein politisches Programm

Uhuru Kenyatta wurde 1961 geboren, kurz nachdem sein Vater nach einem Jahrzehnt in britischer Haft aus dem Gefängnis entlassen und zum ersten Präsidenten des unabhängigen Kenias gewählt wurde. Uhurus Vorname bedeutet auf Kiswahili „Freiheit“. Kenyatta wird als Führer des Kikuyu Volkes betrachtet, des größten in Kenia ansässigen Volksstammes. Er ist Katholik, verheiratet und hat drei Kinder. Kenyatta studierte in den USA. Der Multimillionär besitzt eine Reihe von Firmen und ist Großgrundbesitzer. Er gilt als einer der reichsten Männer Afrikas. Kenyatta konnte schon die Wahlen 2013 für sich entscheiden, obwohl er vor dem Internationalen Gerichtshof wegen seiner Rolle bei den gewalttätigen Ausschreitungen in 2007 angeklagt war. 2014 wurde die Anklage aus Mangel an Beweisen fallen gelassen. Kenyattas erste Amtszeit zeichnete sich durch Verbesserungen der Infrastruktur sowie größeres Wirtschftswachstum aus. Seine Erfolge waren allerdings begleitet von wachsenden Schuldenbergen und einer immer größeren Ungleichheit zwischen armen und reichen Kenianern.

Was sagen die Kenianer zu dem Wahlergebnis?

„Egal wer in Kenia gewinnt, ob frei/demokratisch oder gefälscht/undemokratisch: Kenyatta steckt sich das Geld in die rechte eigene Tasche oder Odinga in die linke eigene Tasche. Mit Demokratie hat das wenig zu tun, sondern mit Bereicherung eines Stammes.“ Fest steht, dass das Mißtrauen zwischen den verschiedenen Völkern Kenias größer geworden ist und die Hälfte der Bevölkerung  dem Amtsinhaber Uhuru Kenyatta mit großer Skepsis gegenüber steht. Obwohl sie dessen Vater Jomo Kenyatta in guter Erinnerung haben. Schließlich war er Gründungspräsident von Kenia. Es ist zu hoffen, dass Kenyatta während seiner zweiten Amtszeit die Interessen aller Völker Kenias gleichermaßen in seine politischen Entscheidungen einbezieht.

Mehr über Kenia

3. Oktober 2017

An African City – Junge Afrikanerinnen erzählen von sich

(c) anafricancity

An African City ist eine Beziehungs-Komödie um fünf Afrikanerinnen, die aus den USA nach Afrika zurück gekehrt sind. Alle sind jung, gebildet, reich und suchen nach ihrem Platz in der Gesellschaft Ghanas. Warum sind sie nach Afrika zurück gekehrt? Aus Heimweh. Und weil sie sich in den USA nie zugehörig fühlten. Sie sind Afropolitans, jung, gebildet, mit so einem guten Netzwerk ausgestattet, dass sie jederzeit Afrika wieder verlassen könnten.

Endlich mal nicht mehr Opfer sein

Anders als Carrie Bradshaw und ihre Freundinnen aus Sex and the City kreisen ihre Gedanken nicht nur um den Mr. Right, Karriere und Mode, sondern um Themen die alle jungen Afrikanerinnen beschäftigen: Es geht um gesellschaftliche Tabus, wie Sex und Religion, um Probleme wie Müll und Klimawandel, und natürlich um Männer, Machogehabe und patriarchale Strukturen. Die einzelnen Folgen basieren auf wahren Geschichten, erklärt die Schöpferin Nicole Amarteifio. Sie will zeigen, dass „…Afrika auch Schönheit ist und Intelligenz und Glamour. Dass afrikanische Frauen nicht immer arm und unterdrückt, sondern gebildet, stylish und modern sind.“ Die Serie war erst im Ausland erfolgreich, in Kanada, Frankreich, England, bevor sie das Publikum in Ghana begeisterte. „Es war die Diaspora, die uns feierte. Endlich mal ein anderes Afrikabild, endlich mal sind wir nicht mehr Opfer, haben die Leute geschrieben“ sagt Amarteifio. Die Ghanaerin zeigt ein Afrika, in dem Hochhäuser gebaut, internationale Mode entworfen und Kunstausstellungen abgehalten werden. Ein Afrika der Start Ups, der verrückten Ideen und der Suche nach Liebe. Gedreht wurde in Accra, der Hauptstadt von Ghana. Die erste Staffel der Serie wurde auf Youtube gezeigt. Für die zweite Staffel müssen die Zuschauer zahlen.

(c) anafricancity

Zur Regisseurin: Die 35jährige Nicole Amarteifio produziert Filme und Serien, die afrikanische Frauen auf ungewohnte Weise zeigen: als Heldinnen stylisher Beziehungs-Comedys. Sie liebt Filme, hat aber das Filmgeschäft nie studiert. Als sie sieben Jahre alt war, wanderte ihre Familie in die USA aus, kehrte jedoch nach einigen Jahren wieder nach Ghana zurück. Nicole blieb im Ausland, sie studierte in den USA und London. Danach betreute sie für die Weltbank den Social-Media Auftritt. Sie sparte eine Menge Geld und kehrte nach Ghana zurück, wo sie mit der Produktion ihrer ersten TV-Serie loslegte. Ihr nächstes Projekt ist ein Spielfilm über ein Brautpaar, das vor der Hochzeit die schlimmsten Tage seines Lebens erlebt. Wir sind gespannt darauf.

Kinotipp: Die Nile Hilton Affaire, freigegeben ab 12 Jahre

Kairo im Jahr 2011: Die ägyptische Hauptstadt ist in der Hand der Reichen und Mächtigen, das Leben ist geprägt von Korruption und Dekadenz, die Revolution steht kurz bevor. Als in der Luxussuite des Hotels Nile Hilton die Leiche einer bekannten Sängerin gefunden wird, soll der Polizist Noredin (Fares Fares) die Ermittlungen übernehmen, der sich seit dem Unfalltod seiner Frau in seiner Arbeit vergraben hat. Noredin stellt schnell fest, dass das, was nach einem Verbrechen aus Leidenschaft aussieht, in Wahrheit eine Straftat ist, in die die Elite des Landes involviert zu sein scheint.

Ein empfehlenswerter Film darüber, warum der Arabische Frühling gescheitert ist, und warum er noch nicht vorbei ist.

12. Mai 2017

In eigener Sache

viele von euch kennen uns vermutlich schon. Denn afrika4teens war früher Teil von afrika-junior. Ab jetzt gehen wir mit afrika4teens neue Wege. Wir machen diese Seite für Besucher zwischen 11 und hundert. Der Grund ist so einfach wie zwingend. Die Kinderseite afrika4teens.de ist dank der Förderung durch die Initiative Ein Netz für Kinder  umfangreicher geworden, man kann alle Länder aufrufen und findet auch eine Menge Spiele, Rätsel und Quizzes. Seht euch dort einfach mal um, und spielt mit, zum Beispiel bei dem Browserspiel Die Buschpiloten.

Der Jugendbereich ist dabei ins Hintertreffen geraten, und das wollen wir mit afrika4teens ändern. Ihr findet hier neue Schwerpunkte und ein größeren Mitmachangebot. afrika4teens steht erst am Anfang, einige Bereiche wie die Länderinfos werden demnächst  vergrößert. Bis dahin könnt ihr euch bei den Länderinfos von afrika-junior umsehen.

Die Mediathek wird künftig um Neues aus Film, Literatur und anderen Medien erweitert. Wie im früheren Newsblog berichten wir auch zukünftig jeden Monat über Neues aus Politik, Kultur, Umwelt- und Tierschutz. Besucht uns und schreibt uns, was euch gefällt, was ihr anders machen würdet oder sendet uns eigene Beiträge. Wie das geht, findet ihr unter mach mit!

Wir freuen uns drauf,

Angelika und das Team von afrika4teens

22. Oktober 2016

Warum werden Esel in Burkina Faso immer weniger?

Esel sind seit Tausenden von Jahren für die Bewohner im Sahel wichtig. Besonders die Bewohner in Burkina Faso sind auf Esel angewiesen. Sie leben in einer trockenen Region in Westafrika. Regen ist selten, und der Anbau von Feldfrüchten auf den trockenen Böden ist schwierig. Die geduldigen Vierbeiner helfen ihnen in der Landwirtschaft und beim Transport ihrer Waren. Leider werden Esel immer weniger. Denn aus dem Ausland kommen immer mehr Anfragen zu Esel. Der Preis ist dadurch gestiegen: von wenigen Euro auf bis zu 60 Euro. Viele burkinische Bauern und Bäuerinnen können sich daher Esel nicht mehr leisten. (mehr …)

22. Oktober 2016

Lernen wir von Pygmäenkindern

Pygmäen

Jedes Jahr wird am 9. August der Indigenen Völker gedacht, das sind die Ureinwohner unseres Planeten. Diese ältesten Völker leben noch nach den ursprünglichen Regeln der Jäger und Sammler. In Afrika sind das die Buschmenschen oder San, die in der Kalahari leben. In den tropischen Regenwäldern Zentralafrikas sind es die Pygmäenvölker. Sie nennen sich selbst Feuermenschen, denn nie darf das Feuer in ihrer Gemeinschaft verlöschen. Wir gedenken an diesem Tag den Pygmäen und ihren Kindern. (mehr …)

22. Oktober 2016

Das Affenkind von Uganda

Die Bewohner von Bomba nennen ihn „Affenjunge“. John Ssebunya war drei, als er mit ansehen musste, wie sein tobsüchtiger Vater seine Mutter umbrachte. Sein Vater setzte ihn in dem nahen Urwald aus und überließ ihn sich selbst. Kann ein Dreijähriger alleine im Dschungel überleben? Ganz sicher nicht. John war völlig hilflos. Alleine hätte er keinen Tag überleben können. Doch er hatte Glück. (mehr …)

22. Oktober 2016

Hexenkinder in Afrika

Gibt es Hexenkinder? Nein! Aber manche Erwachsene in afrikanischen Ländern glauben fest daran, dass Kinder ihnen Unglück bringen. Besonders solche Kinder, die eigensinnig oder frech sind. Sie nennen sie Hexenkinder und behandeln sie schlecht. Können Kinder zaubern? Sicher nicht! Aber einige können ein Wunder vollbringen wie der kleine Junge namens Hope, den du rechts im Bild siehst. Einige (mehr …)

22. Oktober 2016

Neu im fremden Land

Flüchtlingskinder Ankunft Europa

In meinem Blog berichte ich immer wieder über Flucht und Flüchtlingskinder. Denn besonders aus Afrika kommen mehr und mehr Kinder zu uns. Viele reisen mit ihren Eltern nach Deutschland, einige sind aber auch alleine unterwegs. Was sie zurück lassen, was sie auf ihrer Flucht erleben und wie sie sich fühlen, wenn sie bei uns angekommen sind, wird in diesen Büchern erzählt. (mehr …)

22. Oktober 2016

Afrikanische Kinder flüchten nach Europa

Tausende Kinder und Jugendliche aus Afrika flüchten allein übers Mittelmeer an die Küsten Spaniens, Siziliens und Griechenlands. Sie werden in separaten Auffanglagern untergebracht, getrennt von den Erwachsenen. Die meisten sind zwischen elf und 16 Jahre alt. Sie warten auf ihre Weiterreise nach Norden, nach Frankreich, Deutschland oder Großbritannien.

Warum wagen sich Kinder und Jugendliche auf den gefährlichen Weg übers Mittelmeer?

Fast jeder zehnte Flüchtling ist unter 16 Jahre alt. Es sind fast nur Jungen, die sich ohne Eltern oder ältere Geschwister auf den gefährlichen Weg machen. Sie kommen aus Ländern, in denen Armut oder Krieg herrscht oder finstere Diktatoren an der Macht sind. Ihre Eltern haben an die Schlepper viel Geld für die Überreise in den Flüchtlingsbooten bezahlt. Sie hoffen, dass sich ihre Kinder im fernen Europa durchschlagen, einen Job suchen und Geld nach Hause schicken. (mehr …)

22. Oktober 2016

Der Tag des Zorns

Jahrestage sind wichtig, denn sie erinnern uns an Ereignisse, die die Welt verändert haben oder an Dinge, die wir noch tun müssen, um die Welt zu verbessern. So ein besonderer Jahrestag ist der 25. Januar, der Tag des Zorns.

Der Arabische Frühling hat Nordafrika verändert

Am Tag des Zorns wird der Protestbewegung in den nordafrikanischen Ländern Tunesien, Libyen und Ägypten gedacht. Diese Länder sind vorwiegend von arabisch sprechenden Menschen bevölkert, deshalb wurde die Bewegung arabischer Frühling genannt. Vor fünf Jahren begann in Tunesien der Aufstand der Bevölkerung gegen die autoritäre Regierung. Der Aufstand führte zum Sturz des tunesischen Diktators Ben Ali.

Auch in anderen arabischen Ländern protestieren die Menschen gegen die alten Machthaber

Der Zorn der Bevölkerung übertrug sich auf die Nachbarländer. In Ägypten demonstrierten tausende Menschen auf dem Tahrirplatz in Kairo gegen den alten Machthaber. Sie kämpften so entschlossen, dass der langjährige Diktator in wenigen Wochen abtreten musste. Danach wurde Libyen von der Protestbewegung erfasst, auch hier wurde der Diktator Muammar al-Gaddafi zu Fall gebracht. Auf der Karte rechts siehst du, dass nicht nur in Nordafrika sondern auch in arabischen Ländern wie Jemen oder Syrien die Bevölkerung auf die Straßen ging.

Demokratie braucht Zeit

Seither versuchen die Bewohner dieser Länder, eine demokratische Regierung einzuführen. Nicht überall ist es geglückt. In Libyen gewinnt leider der Islamische Staat immer mehr an Einfluss. Doch in Ägypten und Tunesien setzen sich die Kräfte durch, die eine freiheitliche Ordnung errichten wollen. Die Veränderungen gehen zwar sehr langsam vor sich, und manchmal gibt es Rückschläge. Aber die Tunesier zum Beispiel haben ein Parlament geschaffen, in dem alle politischen Kräfte zu Wort kommen. (mehr …)

22. Oktober 2016

Westafrika feiert den Sieg über Ebola

Guinea, Sierra Leone und LiberiaDie Menschen in Liberia, Guinea und Sierra Leone tanzen auf den Straßen. Die Schulen sind wieder geöffnet und das normale Leben ist in die Dörfer und Städte zurückgekehrt. Westafrika ist von Ebola befreit, der gefährlichsten Seuche der letzten Jahrzehnte. 2013 war Ebola in Guinea ausgebrochen und verbreitete sich in Windeseile über drei westafrikanische Länder. Über 11 000 Menschen sind an der Seuche gestorben, 20 000 Kinder haben ihre Eltern verloren. Nun meldete die Weltgesundheitsorganisation, dass die Epidemie besiegt ist. Kein Westafrikaner ist mehr in den letzten 42 Tagen daran erkrankt. Das ist das doppelte der Zeit, die das Ebola-Virus für seine tödliche Wirkung benötigt. Auf der Karte rechts siehst du, dass sich das Virus rund um die Ländergrenzen von Guinea, Liberia und Sierra Leone ausgebreitet hat. (mehr …)

22. Oktober 2016

Das neue Jahr am Kap

Zur Jahreswende ist es in Südafrika Sommer und sehr heiß. Deshalb reisen Touristen aus aller Welt an Silvester in das südafrikanische Land. Denn nirgendwo sonst gibt es so leuchtende Feuerwerke, rauschende Silvesterparties und tolle Strandfeste.

Umzüge und Maskenbälle in Kapstadt und Johannesburg

In Pretoria, der Hauptstadt des Landes, werden große Pop Shows gefeiert mit Musikern aus aller Welt wie Prince, Pink oder Justin Bieber. Kapstadt, die heimliche Hauptstadt, steht Pretoria in nichts nach. Mit Nachtwanderungen, Konzerten, Parties und buntem Feuerwerk wird das neue Jahr begrüßt. In Johannesburg feiern die Bewohner das neue Jahr mit rauschenden Maskenbällen oder sie ziehen prächtig verkleidet durch die Straßen. (mehr …)

22. Oktober 2016

Weihnachten abhängen in Soweto

Unsere letzte Weihnachts-Tour durch die Townships führt uns nach Soweto, das größte und berühmteste aller Townships. Soweto ist eine Abkürzung für South Western Township, denn es liegt südwestlich von Johannesburg.

Wofür ist Soweto berühmt?

Der Kampf gegen die Apartheid startete hier, in der Vilakazi Street plante Nelson Mandela seine Aktionen gegen die weiße Regierung, und hier begannen die Protestmärsche der Studenten gegen die Rassengesetze. Nach dem Ende der Apartheid haben die Künstler und Sportidole, aber auch die ganz normalen Bewohner von Soweto aus dem ehemaligen Armenviertel eine lebenswerte Stadt gemacht. Sicher gibt es noch die zahllosen Wellblechthütten, in denen eine Familie in nur einem Raum lebt. Doch immer mehr  Kleinbetriebe, schicke Geschäfte und teure Restaurants verraten, dass der Wohlstand Einzug hält ins Viertel. (mehr …)

22. Oktober 2016

Schöne Bescherung im Township

Slums gibt es überall auf der Welt, Townships jedoch gibt es nur in Südafrika. Es sind Blechhütten Siedlungen am Rand der großen Städte. Gebaut wurden Townships während der Zeit der Apartheid, um die schwarze Bevölkerung aus den Städten zu verbannen. Sie haben sich zu großen Siedlungen entwickelt mit Schulen, Krankenhäusern, Geschäften und Märkten.

Heute zeigt uns der zwölfjährige Sive sein Township Masiphumelele, ein Slum in der Nähe von Kapstadt. Sive lebt hier in einem Kinderhaus von HOKISA. Das ist ein Verein, der Kinderhäuser und Schulen in Südafrika baut. Seinen Vater kennt er nicht und seine Mutter ist krank und kann sich nicht um ihn kümmern. In seiner Sprache bedeutet Masiphumelele „wir werden es schaffen“. Sive glaubt daran, dass auch er es schafft, einmal ein selbst bestimmtes Leben zu führen mit seinen Freunden und seinen Liebsten. Er besucht die Schule, liest gerne und hat gute Freunde. (mehr …)

22. Oktober 2016

Weihnachten in Alexandra

Zur Vorweihnachtszeit machen wir einen Streifzug durch die Townships von Südafrika. Unsere erste Station war Gugulethu in der Nähe von Kapstadt. Am 2. Advent besuchen wir Alexandra, das älteste Township Südafrikas. In diesem Vorort von Johannesburg lebten während der Apartheid nur Schwarze. Heute ist Alexandra eine moderne Vorstadt mit einer großartigen Geschichte. Hier lebte Nelson Mandela und hier begann die Widerstandsbewegung gegen die Apartheid. Die Bewohner erinnern mit Museen und Sehenswürdigkeiten an die stolze Geschichte ihres Townships. Sie haben ein Nelson Mandela Museum eingerichtet, Bibliotheken gebaut und ein Krankenhaus errichtet. (mehr …)

22. Oktober 2016

Weihnachten im Township

townshipTownships sind ein Überbleibsel aus der Zeit der Apartheid. Es sind Ghettos, die von der weißen Regierung für die die schwarze Bevölkerung Südafrikas geschaffen wurden. Du kennst sicher die Fotos von endlosen Wellblechhütten in staubiger Landschaft oder hast im Fernsehen Filme gesehen, die Armut, Krankheit und Drogenmissbrauch zeigen.  Doch kennst du die guten Seiten des Lebens in Townships? (mehr …)

20. Oktober 2016

Keine Löwen in der Serengeti?

Serengeti Löwenjunge mit Mutter (c) David Dennis

Kaum vorstellbar, dass der König der Tiere nicht mehr durch die Serengeti streift. Doch nach der letzten Tierzählung schlagen Forscher Alarm, dass Löwen in einigen afrikanischen Gebieten vom Aussterben bedroht sind. Dazu zählen auch die Savannen Ostafrikas.

Wodurch sind Löwen bedroht?

Diese Löwinnen in der Serengeti warten auf die Büffel- und Zebraherden, die durch die Savanne ziehen. Ihre größten Feinde sind die Großwildjäger. Die meisten haben es leider auf die Löwen abgesehen. Sie erkaufen sich das Jagdrecht entweder von Züchtern und Nationalparks oder sie bestechen Parkwächter, um Löwen zu jagen. Vielleicht habt ihr vom Schicksal des Löwen Cecil gehört. Cecil, der mit seiner dunklen Mähne das Wahrzeichen des Nationalparks Hwange in Zimbabwe war, wurde von einem amerikanischen Zahnarzt erlegt. Der Hobbyjäger hatte Parkwächter bestochen, um zu seiner Jagdtrophäe zu  gelangen. Cecil war dieses Jahr nicht das einzige Opfer von Menschen. Ebenso leiden Löwen unter dem Verlust ihrer Lebensräume. Farmer roden immer mehr Buschland, um darauf Obst und Gemüse anzupflanzen oder Rinder zu weiden. Sie vertreiben nicht nur die Löwen und jagen sie, sondern sie haben es auch auf Antilopen und andere Beutetiere abgesehen. Dadurch haben Löwen nicht mehr genug Nahrung für sich und ihre Jungen.  (mehr …)

20. Oktober 2016

Der Friedensnobelpreis 2015 geht an ein tunesisches Quartett

Friedenspreismedaille (c) Anubis3 gemeinfreiTolle Nachricht: Das tunesische Quartett für den nationalen Dialog wurde in diesem Jahr mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Wofür wird der Friedensnobelpreis vergeben? Für Menschen, die sich verdient machen um Völkerverständigung, die bei der Abschaffung eines stehenden Heeres oder bei der Förderung von Friedenskongressen mitwirken. Rechts siehst du die Medaille des Friedensnobelpreises. Jedes Jahr wird mit der Preisverleihung der Blick auf Menschen und Aktionen gelenkt, die sich auf besondere Weise für den Frieden einsetzen. In diesem Jahr waren es verschiedene Gruppen in Tunesien. (mehr …)

20. Oktober 2016

Was afrikanische Flüchtlingskinder erzählen

Kinder auf Reisen (c) cHughues CCBYSA2.0Nirgendwo sind so viele Menschen auf der Flucht wie in Afrika. Die meisten sind noch Kinder. Sie kommen aus Eritrea, Burundi, Nigeria, Südsudan, Kongo, Somalia oder der Zentralafrikanischen Republik. Oft brechen sie alleine auf. Warum? Entweder herrscht Krieg und Gewalt oder die Eltern sind arm und die Kinder haben keine Chance, der Armut zu entrinnen. Nur gehen sie meist nicht in Richtung Europa, sondern bleiben auf ihrem Kontinent. Sie folgen den Wegen ihrer Geschwister oder Verwandten. Sie schaffen soziale Netzwerke, die ihnen weiterhelfen und sie vor Gefahren schützen.

Sie erledigen einfache Jobs und sind stolz darauf, zum Familieneinkommen beizutragen. Denn Kinderarbeit ist in Afrika üblich. Sie arbeiten als Wasserverkäufer, Markthilfen, Träger, Schuhputzer oder in Restaurants. Vier Kinder erzählen, wie es ihnen auf der Flucht erging, wie sie sich durchschlagen und was sie auf ihrem Weg gelernt haben. (mehr …)

20. Oktober 2016

Mach mit und werde Papierflugzeugkonstrukteur

In unserem Buschpilotenspiel fliegst du zu Löscheinsätzen. Ein Löschflugzeug aus Papier kannst du auch selber bauen. Wenn du dich genau an die Bauanweisung hältst, kann dieses Löschflugzeug fliegen und leuchtet sogar in der Dämmerung. (mehr …)

20. Oktober 2016

Die Buschpiloten

Willst du Buschpilot werden? Dann bist du bei Shari genau richtig. Die clevere Buschpilotin leitet den Einsatz bei den Flying Zebras. Ihr Camp befindet sich irgendwo im südlichen Afrika. Sobald du den Pilotenschein erworben hast, schickt sie dich zu abenteuerlichen Einsätzen kreuz und quer durch Afrika. Die Aufgaben führen dich auf eine spannende Reise durch Wüsten und Savannen, Sümpfe und Tropenwälder. In sechs Missionen erledigst du Jobs, die der Rettung von Mensch und Tier dienen. Dabei hilfst du im Sandsturm verirrten Archäologen beim Auffinden von Wasserstellen, unterstützt Wildhüter bei der Rettung bedrohter Gorillas oder begibst dich auf die Suche nach den heiligen Pythons, ohne die das größte Voodoofest der Welt scheitern würde. Auf deinen Missionen stößt du auf unerwartete Hindernisse und musst ungewöhnliche Prüfungen bestehen. Doch ein schillernder Märchenhändler hat einen Joker für dich parat, vorausgesetzt natürlich, du findest ihn.  Du kannst zahlreiche Hotspots aufzusuchen und lernst dabei mehr über Afrika und seine faszinierende Tierwelt.   (mehr …)

20. Oktober 2016

Das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

Ein spanisches Segelschiff nähert sich Flüchtlingsboot (c) Noborder Network CC BY SA 2.0

Ein spanisches Segelschiff nähert sich Flüchtlingsboot (c) Noborder Network CC BY SA 2.0

Mitte April geschah eine der bisher schlimmsten Tragödien vor der Küste von Libyen: 800 Kinder, Frauen und Männer haben ihr Leben auf der Flucht nach Europa verloren. Nur 28 Männer haben die Schiffskatastrophe überlebt. Die Überlebenden haben berichtet, dass ihr Boot mit einem portugiesischen Handelsschiff zusammen gestoßen ist. Das Boot sank. (mehr …)

20. Oktober 2016

Mach mit bei unserem Ostermenü

Icon Afrika (c) Scala ZGestalte unsere Kinderredaktion mit oder schreibe einen Beitrag zu unserer Jugendredaktion. Wir freuen uns über jeden Beitrag. Kritik ist willkommen, durch Deine Zuschrift entwickelt sich unsere Seite weiter und wird aktueller.

Unsere Mitmachaktion richtet sich an alle, die gerne kochen. Dieses Mal haben wir anlässlich der Ostertage ein nigerianisches Nationalgericht ausgewählt.

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20. Oktober 2016

Mach mit bei unserem Mandela Spezial

Gestalte unsere Kinderredaktion mit oder schreibe einen Beitrag zu unserer Jugendredaktion. Wir freuen uns über jeden Beitrag. Kritik ist willkommen, durch deine Zuschrift entwickelt sich unsere Seite weiter und wird aktueller.

Unsere Mitmachaktion richtet sich dieses Mal an alle, die gerne kochen.

Aus Anlass unseres neuen Reiseführers durch das Südafrika von Nelson Mandela (zum Newsblog) haben wir uns bei seiner ehemaligen Köchin, Xoliswa Ndoyiya, schlau gemacht. Xoliswa hat 23 Jahre für Nelson Mandela gekocht. Sie wusste, dass er besonders gern traditionelle Gerichte aus seiner Heimat gegessen hat und kochte seine Lieblingsrezepte. Nelson Mandela konnte ein gutes Essen genießen. Je größer die Runde am Mittagstisch war, um so lieber war es ihm. Er brachte oft seine Kollegen zum Essen mit nach Hause. Xoliswe Ndoyiya kochte deshalb meist für 8 bis 10 Personen. (mehr …)

20. Oktober 2016

Die große Tierwanderung

Wenn bei uns die ersten Krokusse aus der Erde sprießen und die Zugvögel aus ihren südlichen Winterquartieren zurückkehren, spielt sich in Ostafrika das größte Naturschauspiel der Erde ab: die große Wanderung der Wildtierherden.

Die Serengeti ist ein Paradies für Gnus und Zebras

Die Serengeti ist das größte Tierreservat der Welt. Sie erstreckt sich zwischen dem Ngorongoro Krater, dem Victoria See und dem Mara Fluss. Auf der Karte links im Bild siehst du das Ngorongoro Conservation Area, in dem der Krater liegt. Die Serengeti ist etwa 15 000 qkm groß, also etwa so groß wie Nordirland. Drei Millionen Tiere leben hier, von denen die meisten an der Wanderung teilnehmen. Die große Migration der Gnus und Zebras ist ein einzigartiges Schauspiel, das man nur hier beobachten kann. Deshalb reisen jährlich eine Million Besucher aus aller Welt zur Safari in die Serengeti. (mehr …)

20. Oktober 2016

Afrikanische Jugendbücher 2014

2014 haben wir häufig über politische Ereignisse und Entwicklungen in den Ländern Afrikas berichtet. Denn in diesem letzten Jahr standen die Zeichen auf Sturm, was Regierungswechsel, Terrorakte und Epidemien betraf. So kam es, dass die Erzähler unseres Nachbarkontinents ins Hintertreffen gerieten. Dabei sind sie es, die das Leben der Menschen jenseits von Wahlen, Krieg und Terror schildern. Sie erzählen von den Hoffnungen und Träumen der jungen Generation. In ihren Geschichten begegnen uns Romantiker und Tagträumer, Verlierer und Kämpfernaturen. Die meisten dieser neuen Helden sind fast noch Kinder, doch sie denken und handeln oft schon wie Erwachsene. Ihre zumeist schwierigen Lebensumstände haben ihr Beurteilungsvermögen geschärft. Sie sind kritisch, selbstbewusst, weltoffen und pragmatisch. Sie wollen ihre Chancen jetzt wahrnehmen, und wenn das in ihrer afrikanischen Heimat nicht möglich ist, zögern sie nicht, ihre Koffer zu packen und sich auf den Weg zu machen. Deshalb drehen sich viele Geschichten aus dem letzten Jahr um Flucht, Weggehen und Ankommen. Folgen wir also den Spuren ihrer Reise durch den afrikanischen Kontinent wie auch jenseits davon. (mehr …)

20. Oktober 2016

Kinderbücher, die uns 2014 gefallen haben

Ganz gleich, ob ein Jahr gut war, ärgerlich, überraschend, traurig oder die reinste Katastrophe. Für die wahren Erzähler gibt es nichts, was nicht eine Geschichte wert wäre, aus der sie Funken schlagen können, uns zum Weinen, Lachen oder Staunen bringen. Gehen wir also auf die Reise nach Afrika mit den Geschichten, die uns im letzten Jahr besonders beeindruckt haben.

Eine zauberhafte Reise nach Afrika

Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika

Von Oliver Scherz Illustration: Barbara Scholz ab 6 Jahren

Stell dir vor, es ist schon dunkel. Deine Eltern sind ausgegangen und du bist allein mit deiner Schwester oder deinem Bruder im Haus. Plötzlich klopft es ans Fenster. Laut und bedrohlich. Du siehst nach und traust deinen Augen nicht. Vor dir steht ein riesiger Elefant, der gerade aus einem Zoo ausgebüchst ist. Es handelt sich um Abuu, der seine Familie in Afrika sucht und deine Hilfe braucht. Was würdest du tun? Vielleicht dasselbe wie die fünfjährige Marie und ihr älterer Bruder Joscha aus der Geschichte „Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika“. Die beiden überlegen nicht lange. Sie begeben sich mit Abuu auf eine abenteuerliche Reise ins ferne Afrika. So weit wird es ja nicht sein, denken sie. Sie packen Äpfel, Kekse und einen Globus in ihren Rucksack und machen sich mit Abuu auf den Weg. Sie erleben eine Reise mit vielen Abenteuern und Gefahren, bei der sich eine ganz besondere Freundschaft entwickelt.

Eine unterhaltsame Abenteuergeschichte mit überraschenden Wendungen und witzigen Einfällen für siebenjährige und ältere Leser. Die detailreichen Illustrationen von Barbara Scholz erzählen die Geschichte auf amüsante Weise weiter. Zum Selberlesen und zum Vorlesen! (mehr …)

20. Oktober 2016

Weihnachten unter dem Lichterbaum

Die Buren, niederländische Bauern, leben in Südafrika und Namibia. Die niederländischen Einwanderer kamen im 16. Jahrhundert nach Südafrika. Die Afrikaans, wie sie sich heute nennen, mussten sich ganz gehörig umstellen, denn in dem Land gab es keinen Schnee, keine vier Jahreszeiten, keinen richtigen Winter. Und natürlich auch keine Tannen. In Südafrika herrscht Hochsommer zur Weihnachtszeit. Dennoch haben sich die Afrikaans über die vergangenen Jahrhunderte ihre europäische Tradition des Weihnachtsfestes bewahrt. Vom 1. Dezember an dekorieren sie die Fenster mit glitzernden Stoffen, Wolle und Goldfolie. Sie schmücken den Christbaum, und die Kinder öffnen jeden Tag ein Türchen an ihrem Adventskalender. Heiligabend ist sehr wichtig. Er wird im engsten Familienkreis gefeiert. Zur Christmette gehen alle am 1. Weihnachtstag schon um 7.00 Uhr, schließlich sind die Temperaturen um diese Tageszeit noch angenehm. Der Rest des Tages wird im Familienkreis gefeiert. Im Garten wird gegrillt oder man feiert eine Strandparty. Wer es besinnlicher mag, pilgert Abends zum Tree of Light, entzündet ein Licht und denkt an diejenigen, denen es gerade nicht gut geht, die krank sind oder Hilfe brauchen. (mehr …)

20. Oktober 2016

Weihnachten 2014

Bei uns rockt es in der Vorweihnachtszeit. Überall wird gebacken, es riecht nach Lebkuchen, Zimtsternen und Bratäpfeln. Wir haben uns gefragt, wie steht es mit Weihnachtsplätzchen in Afrika? Wo wird Weihnachten gefeiert, und werden hier auch Plätzchen gebacken? Wir haben uns in einigen afrikanischen Regionen umgesehen und Erstaunliches gefunden. Es gibt typische Plätzchenrezepte, die fast von uns stammen könnten. Wie das kommt? Manche Rezepte von unserem Nachbarkontinent kamen vor Jahrhunderten auf verschiedenen Wegen zu uns. Durch exotische Gewürze wie Zimt, Nelken oder Vanille sind sie in unserer Küche schnell heimisch geworden. Wir haben einige noch ursprünglichen Rezepte ausgegraben und getestet.

Die besten Plätzchen stellen wir euch in den nächsten Wochen vor. Damit das Backen richtig Spaß macht, liefern wir die passende Musik dazu.  Ihr müsst nur noch die Zutaten besorgen, Ärmel hochkrempeln und schon kann’s losgehen.   Unser Tipp: die afrikanischen Plätzchen, schön verpackt, sind ein fabelhaftes  Weihnachtsgeschenk! (mehr …)

20. Oktober 2016

Weihnachten 2014

Piratenfans aufgepaßt, hier erfahrt ihr, wie Weihnachten auf Sansibar gefeiert wird. Ende Dezember ist das Ende der kleinen Regenzeit, dann schwärmen Touristen und Taucher auf Sansibar und bringen Weihnachts- und Ferienstimmung auf die Insel.

Strand auf Sansibar (c) Hansueli Krapf CC BY SA 3.0

Auf der ehemaligen Pirateninsel lässt man sich kein Fest entgehen, deshalb feiern die dort lebenden Muslime natürlich auch Weihnachten. Es heißt dort Diwali und ist eine Art indisches Weihnachts- und Neujahrsfest.

Die Gewürzinsel bietet zum Fest alle exotischen Köstlichkeiten

Lichterschmuck auf den Häusern von Sansibar (c) agnes24Auf den Märkten stapeln sich Ananas und Affenbrote, Kokosnüsse und Gewürze. Überall riecht es nach Pfeffer, Zimt, Nelken, Vanille und anderen exotischen Gewürzen. In den Hotels und an den Stränden werden Grills aufgebaut. Kinder sammeln Treibholz, aus denen Christbäume geformt werden. Swahilimusik tönt über die Strände. Überall werden Lichter entzündet, die Lagerfeuer scheinen weithin. Dann versammeln sich alle zum Festmahl an Diwali. Welche Süßigkeiten es zum Festmahl gibt? Der Reichtum an Gewürzen lässt keine Wünsche offen was Plätzchen und Kekse betrifft. Mit unserem Rezept könnt Ihr einige der Köstlichkeiten Sansibars auf den Weihnachtstisch zaubern. Die Zutaten könnt ihr auch bei uns in jedem Supermarkt kaufen.

Rezept für Ingwer – Kokosplätzchen

KokosIngwerplätzchen (c) Lekue200 g Butter

150 g brauner Zucker

175 g Mehl

Mark von einer Vanilleschote

1/2 TL Backpulver

125 g Kokosraspel

100 g kandierter Ingwer

Butter und Zucker in eine Schüssel geben und schaumig rühren. Mehl, Backpulver, Vanille und Kokosraspel unterrühren, dann den kandierten Ingwer zugeben. Den Teig 1 Stunde lang kalt stellen.
Den Teig zu einer Rolle mit etwa  6 cm Durchmesser formen. In finderdicke Scheiben schneiden und auf mit Backpapier belegte Backbleche legen, dabei großzügigen Abstand zwischen den Keksen lassen. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C ca. 8-10 Min. backen.

Kids rocken an Weihnachten auf Sansibar

Alfola Kinderlied „Alfola“ aus Sansibar verkürzt euch die Backzeit. Das Lied handelt handelt von dem muslimischen Gründer Alfo La, dessen Gebeine auf dem Friedhof von Stonetown ruhen. Beim Singen versammeln sich die Kinder zu einem großen Kreis, halten sich an den Händen und hüpfen bei jedem Refrain auf dem linken Bein dreimal nach vorne, so dass sie am Liedende einen engen Kreis bilden.

Ukuti Ukuti Cover (c) daressalam.diploDas Lied stammt aus dem wunderschönen Liederbuch Ukuti Ukutui von DCMA, Mkuku Na Nyota Publishers ltd. Darin findest du noch mehr Swahili-Kinderlieder mit CD und Liedtexten sowie lustigen Kinderzeichnungen.

20. Oktober 2016

Das Jahrhundert Duell in Kinshasa

Gladiatoren ohne Schwerter

Kinshasa, 30. Oktober 1974, 4 Uhr morgens. Es ist düster, dunkle Wolken hängen am Himmel. Nur ein Ort ist taghell erleuchtet, das Sportstadion in Kinshasa. 50 000 Augenpaare verfolgen ein Duell, wie es nie zuvor eines gab: Die zwei Giganten des Boxsports, Muhammad Ali und George Forman, stehen sich im Ring gegenüber. Beide sind schwarz, beide sind Nachkommen afrikanischer Sklaven, die Jahrhunderte zuvor in die Neue Welt verschleppt wurden. Beide haben sich im Sport nach ganz oben gekämpft. Muhammad Ali gilt mit seinen 32 Jahren als der alte Champion. Er hatte den Weltmeistertitel verloren, weil er den Kriegsdienst verweigert hat. Nun wollte er ihn zurück erobern. George Foreman ist der sieben Jahre jüngere Weltmeister. Er hat den Champion schon einmal besiegt. Hatte Ali eine Chance, den Kampf zu gewinnen? Nein, sagten die Experten in den Wettbüros.  (mehr …)

20. Oktober 2016

Seescheiden

Rote Seescheide (c) Elapied CC BY SA 3.0Waren wir anfangs nichts weiter als ein schwimmender Darm? Meeresforscher legen diese Vermutung nahe. Alles Leben ist im Meer entstanden, darin sind sich alle einig. Im salzhaltigen Blut unserer Adern tragen wir diese Vergangenheit mit uns herum. Deshalb sind wir mit den meisten Lebewesen im Meer verwandt. Besonders augenscheinlich wird das bei einem Geschöpf, das aus nicht mehr als einem Mantel, einem Mund und einem After besteht. Eine auffällig rosafarbene Art lebt vor der Küste von Ostafrika. Sie sorgt im Roten Meer jedes Frühjahr unter Wasser für ein seltenes Schauspiel: Hier bilden sich zwischen Februar und April Kolonien von Seescheiden, die nur hier vorkommen. Sie organisieren sich zu 20 Meter langen Ketten, die durch das Wasser schweben, auf der Suche nach einem Ankerplatz. Haben sie sich erst einmal mit ihren Saugnäpfen irgendwo festgesetzt, bleiben sie für immer an diesem Ort. Fortan konzentrieren sie sich nur noch auf zwei Dinge: Fressen und Fortpflanzen. Was uns dieses simple Wesen erzählt? Eine ganze Menge über unsere Evolution. Es bildet die vielleicht wichtigste Entwicklungslinie der Evolution. Alle Wirbeltiere, einschließlich uns Menschen, sind aus der Seescheide hervorgegangen. Woraus Forscher das schließen? Aus der Ausbildung spezieller Organe. Bei den roten Seescheiden rechts oben im Bild sieht man deutlich die Mundöffnung und den Darmausgang. Wo aber befindet sich der Kopf? (mehr …)

2. September 2014

Das Ebola Virus wütet weiter

Der Supervirus aus den Regenwäldern Afrikas hat ein fünftes Land erfasst: Senegal. Rasend schnell hat sich das Virus verbreitet. Es startete im Dezember 2013 in Guinea, im März 2014 kam es nach Liberia, im Mai nach Sierra Leone, im Juli nach Nigeria. Nun ist es in den Norden gewandert: im August wurden erste Fälle in Senegal entdeckt. Gleichzeitig wurden aus der Mitte des Kontinents, aus der Demokratischen Republik Kongo,  mehrere Todesfälle gemeldet! Hier liegt das Ursprungsgebiet von Ebola. Rechts im Bild siehst du eine Klinik in Sierra Leone.

„Die Krankheit ist wie ein Krieg“

Das sagte die Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf , die für Liberia den Notstand ausrief. Sie versucht mit Verboten und Beschränkungen die Bevölkerung zu schützen. Doch die Zahl der Infizierten steigt täglich. Die Menschen sind voller Angst und eingeschüchtert von den Vorsichtsmaßnahmen. Kliniken werden überfallen, Medikamente werden geraubt. Eine Klinik ist in Streik getreten wegen unzureichendem Katastrophenschutz. Denn immer mehr Ärzte und Krankenschwestern zählen zu den Infizierten. Angehörige, die ihre Kranken verstecken, werden bestraft. Ein Armenviertel rund um Monrovia, die Hauptstadt von Liberia, wurde abgeriegelt. Die Menschen waren eingeschlossen und hatten weder Wasser noch Nahrung. Tote wurden nicht bestattet. Die Slumbewohner wehrten sich und wurden befreit. Doch der Virus war nicht beseitigt. Im Gegenteil! Hilfsorganisationen  wie „Ärzte ohne Grenzen“ schlugen Alarm. Sie können die Kranken nicht mehr ausreichend versorgen. Auch Liberia wie andere betroffenene Länder bekommen die Epidemie nicht mehr in den Griff. Immer mehr Stimmen werden laut, dass nur eine globale, weltumspannende Organisation das aggressive Virus eindämmen kann. (mehr …)

13. August 2014

Ebola

Das Ebola Virus stammt aus den Regenwäldern Zentralafrikas und ist eines der tödlichsten Viren unseres Planeten. In atemberaubender Geschwindigkeit hat sich das Virus nun auch in Westafrika ausgebreitet, von Guinea über Liberia, von Sierra Leone bis nach Nigeria. Wieso konnte die Krankheit  so viele Menschen befallen? Die Bewohner Westafrikas waren auf die Epidemie nicht vorbereitet. Es ist das erste Mal, dass Ebola den Westen Afrikas heimgesucht hat. Viele kannten nicht die Vorsichtsmaßnahmen, mit denen sie sich vor einer Ansteckung schützen konnten. Hinzu kommt, dass der Totenkult in Westafrika die Ansteckungsgefahr befördert. Die Menschen umarmen und küssen ihre Toten, bevor sie sie bestatten. Und bereiten so dem Virus leichtes Spiel. Man kennt nicht die genaue Zahl der Infizierten. Man schätzt, dass mehr als 2000 Menschen das Virus in sich tragen. Etwa 1500 sind bereits an der Krankheit gestorben. Können afrikanische Ärzte und Heiler das Virus eindämmen? Oder wird es auf andere Kontinente überspringen?

Sind Viren Lebewesen?

Ja und nein. Nach einer alten Definition von Biologen müssten sie über einen eigenen Stoffwechsel verfügen. Tun sie aber nicht. Sie brauchen eine Wirtszelle, um sich zu vermehren. Nach einer neuen Definition von theoretischen Biologen, die Leben als Netzwerk betrachten, könnten sie Lebewesen sein. Handeln sie geplant? Irgendwie ja. Das macht die Definition auch so schwer.  Sie können sich verändern. Und sie können sich vermehren. Für das Vermehren brauchen sie allerdings eine Wirtszelle. Diese können sie jedoch manipulieren. Sie handeln also planvoll. Hinzu kommt: Sie sind in der Lage, „Artgenossen“, also andere Viren, krank zu machen. Diese Form von Intelligenz lässt vermuten, dass sie doch Lebewesen sind. (mehr …)

1. August 2014

Südafrika trauert um Nadine Gordimer

Nadine Gordimer (c) VoglerAm 14. Juli, vier Tage bevor Südafrika Nelson Mandelas Geburtstag gedachte, verabschiedete sich die Literatur-Nobelpreisträgerin von der Welt. Nadine Gordimer war eine der schärfsten Kritikerinnen der Apartheidpolitik. Sie war zeitweise Mitglied beim ANC, der Anti-Apartheid Partei Südafrikas, war mit Nelson Mandela befreundet und half ihm bei der Formulierung seiner berühmten Verteidigungsrede Rede vor jenem Gericht, das ihn zu lebenslänglicher Haft verurteilte. (mehr …)

12. Juli 2014

Herzlichen Glückwunsch Wole Soyinka!

Ein Blick zurück in die 80er Jahre: Für Wole Soyinka war es ein Schock, als er 1986 erfuhr, dass ihm der Literaturnobelpreis verliehen werden sollte. Schließlich war er der erste Autor aus Schwarzafrika, dem diese Ehre zuteil wurde. Zu der Zeit herrschte in Südafrika noch die Apartheid. Eine weiße Minderheitsregierung hielt die schwarze Bevölkerung mit rassistischen Gesetzen in Schach.  Wole Soyinka nutzte die Preisverleihung zu einer flammenden Rede gegen die Apartheid und widmete sie dem damals noch inhaftierten Freiheitskämpfer  Nelson Mandela.

Die Stimme Afrikas ist aus dem Orchester der Weltliteraturen nicht mehr wegzudenken

Die Preisverleihung an Wole Soyinka erregte weltweites Aufsehen. Plötzlich las man afrikanische Literatur, vernahm den Einsatz afrikanischer Erzähler für ein besseres Afrika. Das Nobelpreiskommittee würdigte Wole Soyinka für sein Gesamtwerk, in dem er „das Drama der menschlichen Existenz in breiter kultureller Perspektive“ gestaltete.  Bekannt wurde der Nigerianer durch seine Romane, Theaterstücke und vor allem seine bezaubernde Kindheitsbiographie „Aké. Jahre der Kindheit“. Wole Soyinka schildert darin sein Aufwachsen in einer britischen Missionsstation, wie es sie zu Hunderten in Nigeria und anderswo im südlichen Afrika gab. Geplant waren die Missionsstationen, um Afrikaner zu willigen Erfüllungsgehilfen europäischer Kolonialinteressen zu machen. Tatsächlich wurden einige zu Keimzellen des Widerstands gegen die europäische Vorherrschaft.  (mehr …)

6. Juli 2014

Die WM geht ins Halbfinale

Logo Wm Brasilien (c) Agencia AfricaIn Brasilien bereiten sich die Mannschaften auf das Halbfinale vor. Keine der fünf afrikanischen Mannschaften ist mehr dabei. Einige unserer Besucher fragten uns nach den Gründen. Wir denken, Afrikaner sollen für sich selbst sprechen. Deshalb haben wir ein paar Zitate von afrikanischen Trainern gesammelt.

Was kommt nach dem Aus?

Stephen Keshi (c) TonyHollner, National Football TeamsDer nigerianische Trainer Stephen Keshi war nach dem 0:2 gegen Frankreich ziemlich ratlos: „Vielleicht sind wir nicht stark genug.“ Algeriens Kapitän Madjid Bouguerra meinte nach der Niederlage seiner Mannschaft gegen Frankreich: „Bei einer WM herrscht ein sehr hohes Level. Vor allem, wenn du in der nächsten Runde spielst. Teams wie Frankreich oder Deutschland haben eine große Erfahrung. Mehr als wir oder Nigeria.“ Viele Kritiker meinten, afrikanischen Mannschaften würde die Teamqualität fehlen. Sie treten nicht als gefestigte Mannschaft auf.  Sondern einzelne verfolgen ganz egoistische Ziele. Warum? Um in europäischen Clubs besser bewertet zu werden.

Stars bestimmen das Spiel

Asamoah Gyan (c) Pymouss44 BY-SATatsächlich beherrschten einzelne Spieler die Mannschaften von Kamerun und Ghana. Asamoah Gyan und Kevin Prince Boateng wollten in der Mannschaft von Ghana das Sagen haben. Es kam zum großen Zoff und Kevin Prince Boateng flog raus. Ähnlich lief es in Kameruns Mannschaft. Die Spieler mussten sich ganz nach dem Stürmer Eto’o richten. Warum nur? Ghanas Trainer Kwesi Appiah erklärte. „Das System in Afrika ist anders als in Europa“. Das war am Tag, bevor sein Team in der Vorrunde ausschied. Was meinte er? Worin unterscheidet sich das System? Die Spitzenspieler der meisten afrikanischen Teams sind in Europa trainiert und kennen die Herausforderungen in internationalen Wettbewerben. Die Mitspieler im afrikanischen Kader sind jedoch oft nur zweitklassige Spieler. Warum sie zweitklassig sind? Die einheimischen Spieler werden nach einem alten System trainiert, meist ohne Experten und Analysten, wie sie den europäischen Spielern zur Seite stehen. Was wäre Jogi Löw ohne seine Analysten?

 Bitte keine Einmischung von Politikern

Schließlich kommt dazu, dass sich einige afrikanische Politiker in die Angelegenheiten der Fußballvereine einmischen. Sie verwalten Gelder der Fifa, die für die Spieler bestimmt sind aber nicht bei ihnen ankommen. Immer wieder hört man davon, dass korrupte Funktionäre Spieler-Prämien in ihre eigene Tasche stecken. Aus diesem Grund haben zum Beispiel die Spieler Ghanas ein Training vor einem WM Spiel sausen lassen. Fazit: Es gibt kein Patentrezept für alle. Aber alle müssen sich neu sortieren. Die Algerier und Nigerianer, sicher auch die Kameruner und Ghanaer, wollen in der nächsten WM ganz vorne mitspielen.Sie könnten es, das haben sie bei dieser WM bewiesen.

1. Juli 2014

Algerien gegen Deutschland

Federacion Algerie (c) wikimedia commonsWir hatten zu Beginn der WM Algerien als afrikanischen Geheimfavorit auf dem Schirm. Was sprach für die Wüstenfüche? Die Fußball-Infrastruktur in Algerien ist sehr gut, es gibt mehrere große Stadien, in die Förderung des Nachwuchses wird viel Geld gesteckt. Außerdem: die Algerier, ehemals von Frankreich kolonisiert, haben vom französischen Fußball gelernt. Tatsächlich steigerten sich die Wüstenfüchse von Spiel zu Spiel. Gestern Abend trafen sie auf den vielleicht stärksten Gegner dieser WM, auf Deutschland.

One, two, three, Algerie…

Algeria NT training 2013 AFCON (c) Magharebia BY2.0.so hieß der Schlachtruf der algerischen Fans. Ihre Banner durften sie nicht schwingen, das war verboten, und die Ordner griffen schnell ein, wenn sich irgendwo der Mond mit Stern über den Köpfen erhob. Die algerische Mannschaft lief nicht in gewohnter Besetzung auf. Fünf Mann waren mit Gelb belastet und saßen auf der Bank. Wollte der Trainer sie für das Viertelfinale schonen? Wie auch immer, die nordafrikanische Elf legte los. Man merkte den schnellen algerischen Spielern die Entschlossenheit an, in der ersten Hälfte einen Treffer zu erzielen. Rund um den Superstürmer Islam Slimani nutzten sie die Lücken in der deutschen Abwehr und erspielten sich traumhafte Torchancen. Doch der Klassetorwart Neuer hielt die Bälle, verteidigte, lieferte sich Laufduelle mit algerischen Angreifern. (mehr …)

30. Juni 2014

Nigeria gegen Frankreich

Für die Nigerianer war das Spiel nicht leicht. Ihr Gegner Frankreich galt als klarer Favorit. Außerdem: Der Schock über die Gewalttaten in ihrer Heimat steckte ihnen in den Knochen. Mehr als vierzig Nigerianer waren bei Anschlägen islamischer Extremisten auf Public Viewer umgekommen. Für fanatische Islamisten ist Fußball Teufelszeug, denn es kommt aus dem Westen!

Elf Mann, ein Ritual

Die Nigerianer begannen mit ihrem eingeübten Ritual. Sie scharten sich um ihren Keeper Vincent Enyeama und beteten gemeinsam, bevor sie aufliefen. Worum sie beteten? Sie widmeten ihr Spiel den Opfern. Dasselbe Ritual wiederholten sie am Ende der Partie. Tatsächlich dominierten die Super Eagles anfangs das Match. Sie belagerten Frankreichs Tor, hatten den Ball fast im Netz. Dann der Abseitspfiff! Das ganze noch mal von vorne. Ihr Rezept war, lange Pässe auf den Stürmer Emineke. Die Franzosen konterten. Die Super Eagles demonstrierten einen überlegenen Mannschaftsgeist und machten den Franzosen den Spielaufbau schwer. Doch als die erste Halbzeit endete, hatten sie noch kein Tor erzielt. (mehr …)

28. Juni 2014

Algerien gegen Rußland

Der Außenseiter Algerien war schon zwei Mal bei einer WM dabei. Die Mannschaft lieferte ein starkes Spiel gegen Russland.

Feuer auf den Rängen, Tempo auf dem Rasen

Rund 7000 algerische Fans feuerten die Fenecs an. Sie erwartete ein spannendes Spiel. Die Wüstenfüchse kämpften leidenschaftlich und mit hoher Einsatzbereitschaft. Sie wollten den Einzug in die K.o. Runde unbedingt schaffen. Doch gleich zu Beginn kassierten die Nordafrikaner ein Tor. Sie benötigten eine gute Viertelstunde um sich von dem Schock zu erholen. Auch die russische Mannschaft wirkte trotz Vorteil nicht ganz auf der Höhe ihrer Möglichkeiten. So konnte die algerische Mannschaft ohne große Anstrengung das 1:1 gegen Russland erzielen mit einem Freistoß von Islam Slimani, dem kopfballstarken Stürmer der Fenecs. Es war der Startschuss für eine packende Schlussphase. Als der Schlusspfiff ertönte, stand es immer noch 1:1. Den Nordafrikanern reicht das Unentschieden für den Einzug ins Achtelfinale. (mehr …)

20. März 2014

In eigener Sache

Viele von euch kennen uns vermutlich schon. Denn afrika4teens war früher Teil von afrika-junior. Ab jetzt geht die Webseite eigene Wege. Wir machen afrika4teens für Besucher zwischen 11 und hundert. Der Grund ist so einfach wie zwingend. Die Kinderseite afrika4teens.de ist dank der Förderung durch die Initiative Ein Netz für Kinder  größer geworden durch neue Länder- und Wissensbereiche wie auch durch zahlreiche Spiel-, Rätsel- und Bastelangebote. Seht euch dort einfach mal um, und spielt mit, zum Beispiel bei den Buschpiloten.

Der Jugendbereich ist dabei ins Hintertreffen geraten, und das wollen wir mit afrika4teens ändern. Ihr findet hier neue Schwerpunkte und ein größeren Mitmachangebot. afrika4teens steht erst am Anfang, einige Bereiche wie die Länderinfos werden demnächst  vergrößert. Bis dahin könnt ihr euch bei den Länderinfos und anderen Angeboten von afrika-junior umsehen.

Der Bereich über afrikanische Literatur wird künftig um Neues aus Film und andere Medien erweitert. Wie im früheren Newsblog von afrika junior berichten wir auch zukünftig jeden Monat über Neues aus Politik, Kultur, Umwelt- und Tierschutz. Besucht uns und schreibt uns, was euch gefällt und was ihr anders machen würdet. Ihr könnt euch auch redaktionell beteiligen und uns einen Beitrag senden Wie das geht, findet ihr unter mach mit!

Angelika