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Die interessantesten afrikanischen Filme

Welche afrikanischen Filme muss man gesehen haben? Jenseits von Afrika, Tania Blixens Geschichte über ihre Farm in Afrika? Sarafina, das Musicaldrama mit Whoopi Goldberg? Hotel Ruanda, die Geschichte über den Völkermord in Ruanda? Die weiße Massai oder Nirgendwo in Afrika? Amistad, der Film über das Sklavenschiff Amistad, oder Goodbye Bafana, die Geschichte über Nelson Mandela und seinen rassistischen Gefängniswärter James Gregory? Diese Filme basieren auf wahren Geschichten, die sich so oder so ähnlich in Afrika zugetragen haben. Sie sind großartiges Kino, ganz im Stil von Hollywood-Filmen mit internationaler Starbesetzung. Schade nur, dass sie von Weißen für Weiße gemacht wurden.

Wir haben nachgeforscht, welche afrikanischen Filme von afrikanischen Regisseuren für ihr heimisches Publikum gemacht wurden und stellen euch die besten vor.

Die Anfänge des afrikanischen Films

La Noire de… Regie: Ousmane Sembène

Senegal 1966

Ousmane Sembène zählte zu den Filmemachern der ersten Stunde, die der Welt afrikanische Geschichten erzählten. Er war nach einem langen Frankreich-Aufenthalt nach Senegal zurückkehrt und  hatte seine gleichnamige Kurzgeschichte La Noire de… verfilmt. Die Geschichte handelt von  der jungen Diouana, die aus einem Dorf in Senegal stammt und eine Arbeit als Dienstmädchen bei einer französisichen Familie annimmt. Sie freut sich auf ihren Aufenthalt in Frankreich, und bringt der Familie als Geschenk eine Maske aus ihrer Heimat mit. In Frankreich erlebt sie nur Enttäuschungen, Unverständnis und Ausbeutung. Diouana zieht sich immer mehr zurück, verweigert die Arbeit und begeht in ihrer Verzweiflung Selbstmord, indem sie sich die Pulsadern aufschneidet. Ihr Tod wird in einer kleinen Spalte einer lokalen französischen Zeitung erwähnt. Der Arbeitgeber fährt nach Senegal, will Diouanas Mutter die Habseligkeiten ihrer Tochter zurückgeben und ihr Geld anbieten, doch diese lehnt das Angebot entrüstet ab. Nur ein kleiner Junge, dem die Maske von Diouana gehörte, nimmt diese zurück und verfolgt den Arbeitgeber mit der Maske vor dem Gesicht. Als dieser weggefahren ist, nimmt der Junge die Maske ab und läuft weg.

La Noire de… wurde als einer der ersten afrikanischen Filme auf dem Filmfestival von Cannes gezeigt. Kritiker und  Publikum erfaßten sofort, dass sich mit Afrikas Erzählern die Filmlandschaft verändern würde. Zehn Jahre später eroberten die Griots die Leinwände Afrikas. Senegal, Mali und Burkina Faso wurden die wichtigsten afrikanischen Produktionsländer. Sembène hatte dazu den Anstoß gegeben. Er  verstand sich als Nachfahre der professionellen Erzähler Westafrikas, die mit ihrer mündlichen Erzähltradition den Zusammenhalt der Generationen und Gesellschaften bewahrten. Innerhalb weniger Jahre erlernten andere Erzähler die Filmtechniken und setzten der kolonial geprägten Sicht auf Afrika eine eigene Sicht entgegen. Einfache Menschen wurden zu Helden des Alltags, Lastenträger, Fischer oder Prostituierte füllten die Leinwände. So wurden die ersten afrikanischen Filmemacher zu Brückenbauern, die den afrikanischen Kontinent mit der Welt verbanden. Der Senegalese Djibril Diop Mambéty gehörte zu den jungen Wilden Senegals, sein Film Touki Bouki stellte einen Meilenstein im  afrikanischen Kino dar.

Keine Altersangabe; empfohlenes Alter ab 12 Jahren.

Touki Bouki – die Reise der Hyäne. Regie: Djibril Diop Mambéty

Senegal 1973

In Wolof, der Sprache Senegals, bedeutet Touki Bouki soviel wie «Die Reise der Hyäne». Auf Wiedersehen in anderen Welten. Darum geht es in Mambétys Film. Mory und Anta träumen davon, nach Paris zu gehen. Er ist Viehhirte, doch seine Herde wurde zum Schlachthof geführt. Seitdem fährt Mory mit dem Motorrad durch die Stadt, das er zum Andenken an seine Zebus mit Hörnern geschmückt hat. Anta ist eine junge Studentin, die ebenfalls am Rand der Gesellschaft lebt. Liebe ist das einzige, worauf beide vertrauen, und so lassen sie sich auf waghalsige Abenteuer ein, um ihre Reisekasse zu füllen und  gemeinsam auszuwandern. Morys Reise in eine bessere Zukunft endet am Hafen von Dakar, und er muss erkennen, dass die Annahme einer fremden Identität nie zu einer eigenen führen kann. Mit der Besinnung auf seine eigenen Wurzeln beginnt Mory zu sich selbst zu finden.

Ein witziger Film über die aufregende Jugend in Senegal, der vor wilder Energie strotzt. Dabei geht es um die alte Frage: Weggehen oder hier bleiben? Das filmische Meisterwerk voller Poesie und Einfallsreichtum ist auch heute noch genau so aktuell wie zur Zeit seiner Entstehung.  Durch sein Thema und seine formale Eigenwilligkeit lief dieser Film auf nahezu allen internationalen Filmfestivals und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Freigegeben ab 12 Jahren

 

Yaaba – die Großmutter. Regie: Idrissa Ouedraogo

Burkina Faso 1989

Yaaba bedeutet in der Sprache der Moré „Grossmutter“. Bila ist ein zwähriger Junge. Er nennt  die alte Sana „Großmutter“, die bei den Dorfbewohnern als Hexe gilt und aus der Gemeinschaft verstossen wurde. Langsam fassen der Junge und die einsame Greisin Vertrauen zueinander. Ouedraogo erzählt auch ganz allgemein über das dörfliche Leben iin Afrika und von der Schönheit der Steppe, vom Gang der würdigen Greisin und von der unbekümmerten Spielfreude der Kinder. Ein Film, der in sich ruht und von urtümlichen Beziehungen handelt.

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Freigegeben ab 12 Jahren.

Xala von Ousmane Sembene

Senegal 1975

Xala ist eine Satire auf die afrikanische Bourgeoisie. Der Film spielt im Senegal nach Beendung der französischen Besatzung, in dem die gesellschaftliche Oberschicht des Landes über mehr Macht als früher verfügt, sich für die breite Bevölkerung aber nicht viel verändert hat. Protagonist der Geschichte ist der Minister und Geschäftsmann El Hadji Abdou Kader, der es sich leisten kann, mehrere Ehefrauen zu haben, was nach alter Tradition immer noch legal ist. Als er seine dritte Ehefrau heiratet, wird er mit einem alten senegalesischen Fluch belegt, der ihn impotent macht und ihn in der Hochzeitsnacht beschämt. Er begibt sich erfolglos auf die Suche nach Heilung, zunächst bei einem modernen Mediziner, später auch bei traditionellen Medizinmännern (unter Verwendung von „Hexenkräften“) und mit der Zeit schwindet auch sein gesellschaftliches Ansehen und er wird schließlich nach Verlust seines politischen Amtes und seiner Firma zum Bettler.

(c) festivalesgobar

Yeelen Regie: Souleymane Cissé

1987 Mali

Yeelen ist einer der beeindruckendsten Filme aus dieser Zeit. Erzählt wird die Geschichte des jungen Nianankoro, der an der Schwelle zum Erwachsensein steht und mit den Fähigkeiten vertraut gemacht werden soll, die es ihm ermöglichen, die ihn umgebenden Kräfte zu beherrschen. Sein Vater ist ein mächtiger Magier, der mit allen Mitteln zu verhindern sucht, dass ihm sein Sohn ebenbürtig wird.


Yeelen ist einer der wichtigsten Filme des afrikanischen Kinos. Er hatte schon bei seiner ersten Vorführung in den 80er Jahren in Cannes Aufsehen erregt. Spätestens jetzt war klar, dass Afrika im Film eine eigene Sprache spricht.

Die kleine Verkäuferin der Sonne – Das Los. 2 Filme von Djibril Diop Mambèty

Senegal 1999

Alle Zeitungsverkäufer in Dakars Strassen sind Jungs. Die zwölfjährige Sili kann nur mit Krücken gehen, aber sie ist entschlossen, dies nicht hinzunehmen. Auch sie will Zeitungen verkaufen können. Ihr Mut und ihre Ausdauer werden ihr dabei helfen. Eine Hymne auf die Freundschaft und den Mut der Strassenkinder.

Das Los, Senegal 1994
Marigo, dem fröhlichen Musiker, macht seine boshafte Vermieterin das Leben schwer. Weil er mit seiner Miete im Rückstand ist, hat sie seine Congoma konfisziert. Um sein Instrument auszulösen, setzt Marigo auf die staatliche Lotterie und das Schicksal meint es gut mit ihm ? seine Nummer gewinnt. Nun will er mit seinem Los zum Schalter der Staatslotterie aufbrechen, hat es aber zur Sicherheit gründlich an seiner Tür festgeklebt. Also macht sich Marigo mit der ganzen Tür auf den Weg, der ihn quer durch Dakar bis an den Ozean führt. Auf einem Stein sitzend lässt er seine kostbare Tür von den Wellen liebkosen. Viel Glück, Marigo, Musiker und Märtyrer!

Freigegeben ab 6 Jahren. Sprache: Wolof. Untertitel: deutsch, englisch, französisch.

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Dôlè – Das Glücksspiel. Regie: Imunga Ivanga

Gabun 2000

Der Film Dôlè vom jungen Gabunesen Imunga Ivanga ist ein Film voller Musik und Rhythmus. Er erzählt von Mougler und seinen Freunden, einer Gang von Strassenjungs in Libreville. Ihre Delikte sind ziemlich naiv, manchmal lustig, nie bös. Mougler braucht Geld, um Medikamente für seine kranke Mutter zu kaufen. Er plant mit seinen Kumpels, den Kiosk des neuen Lottospiels Dôlè auszurauben. Dieses bringt die ganze Stadt zum Träumen. Der Kiosk wird von einem bewaffneten Mann bewacht, doch der ist in die Ladeninhaberin verliebt und das lässt hoffen. Dôlè ist ein vor Leben und Lebensrhythmen strotzendes Kinodebüt, das die Herzen des Publikums erobert hat und insbesondere auch Jugendliche begeistert. Da erleben sie, wie unterhaltsam und erfrischend Kino aus Afrika sein kann. Dôlè wurde als erster Film seit 1978 im Gabun gedreht, mit Laienschauspielern, die im wesentlichen ihre eigenen Rollen spielen. Es sind junge Schüler aus Libreville, die Mougler und seine Bande darstellen und dabei eigene Lebenserfahrungen verarbeiten. Der talentierte junge Regisseur Imunga Ivanga findet den richtigen Ton, weder zu ernst noch zu leichtfertig beschreibt er die städtische Jugend in ihrem Alltag. Man kann sie in allen Städten Afrikas antreffen, findet sie aber auch an vielen anderen Orten rund um den Globus. (wal.)

Freigegeben ab 12 Jahren. Sprache: französisch. Untertitel: deutsch.

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Bab’Azis – Der Tanz des Windes. Regie: Nazer Khemir

Tunesien 2005

Ishtar, ein lebensfrohes Mädchen, und Grossvater Bab’Aziz, ein blinder Derwisch, sind unterwegs ans grosse Derwisch-Treffen, dessen Ort sich aber nur jenen offenbart, die mit dem Herzen der unermesslichen Stille der Wüste zu lauschen vermögen. Auf dem Weg begegnen sie anderen: Osman, der sich nach den schönen Mädchen verzehrt, die er am Grunde eines Brunnens gefunden hat; Zaid, der mit seinem Gesang eine hinreissende Frau verführt und wieder verloren hat; dem Prinzen, der sein Reich aufgibt, um Derwisch zu werden. Nacer Khemir taucht ein in eine mystische Welt, die sich vom Iran bis in den Maghreb erstreckt und bis nach Andalusien. Er führt auf dem Weg durch die Wüsten vor Augen, wie im Zentrum des Sufismus die Liebe steht, jenes Wort, für das die arabische Sprache allein sechzig verschiedene Begriffe kennt. In Bab’Aziz singt er uns in einem ausgesprochen musikalischen Sinn eine Ode an die Wüste und die Sehnsucht nach Liebe.

Freigegeben ab 12 Jahren. Sprache: Arabisch. Untertitel: deutsch, französisch, englisch.

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Ouaga Saga. Regie:  Dani Kouyaté.

Burkina Faso 2005

Ouagadougou ist die Hauptstadt von Burkina Faso. Der Name allein ist schon Musik. Ouagadougou ist auch das Mekka des schwarzafrikanischen Kinos, denn hier findet alle zwei Jahre das Fespaco statt, das wichtigste Festival des Kontinents. Wenn der burkinabische Theater- und Filmemacher Dani Kouyaté nun einen Film gestaltet hat, den er gewitzt Ouaga Saga betitelt, so hat dies denn auch verschiedenste Gründe. Zunächst einmal ist das ganz einfach eine aberwitzige Komödie mitten aus dem Leben gegriffen, das auf der Leinwand in seiner ganzen Buntheit blüht. Es ist eine städtische Komödie, die vor Augen führt, dass ein Land wie Burkina Faso auch von einem städtischen Leben geprägt ist. Dann ist es eine Hommage ans Kino in Ouagadougou und in Afrika überhaupt, denn alles dreht sich in «Ouaga Saga» immer wieder um den Film und den Ort, an dem die Menschen Filme anschauen und geniessen. Das Kino ist hier einer der wichtigen Treffpunkte, ein Ort der Emotionen, denen man freien Lauf lassen kann. So nah wir mitten im Treiben drin sind, so wunderbar leicht ist alles überhöht, bis wir am Ende abheben vom Planeten Erde und davonschweben. Aus dem Weltall wird vor allem eines deutlich: Schwarzafrika mit Ouagadougou ist nicht nur ein anderer Kontinent, das ist ein eigener Planet.

Freigegeben ab 10 Jahren. Sprache: französisch. Untertitel: deutsch, englisch.

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Die afrikanischen Filmemacher werden politisch

Um die Jahrtausendwende haben sich afrikanische Filmemacher mit ihrer Geschichte auseinander gesetzt. Der afrikanische Film wurde politischer, die afrikanischen Regisseure wollten weder Hollywoodfilme imitieren noch wollten sie dem europäischen Autorenfilm nacheifern. Sie wollten Geschichten erzählen, in denen sich ihre afrikanischen Zuschauer wieder erkannten. Mit politischen Plots eröffneten sie einen Dialog mit ihrem Publikum: Wo stand Afrika? Hatte es sich von den einstigen Kolonialmächten befreit, welche afrikanischen Regierungen handelten im Interesse westlicher Nationen? Welche afrikanischen Länder wurden nach wie vor ausgebeutet von westlichen Staaten und Großkonzernen?

Lumumba Regie: Raoul Peck

Kongo 2001

Raoul Peck, der im Kongo aufwuchs, drehte die Doku-Fiction Lumumba über Patrice Lumumba. Lumumba war der erste demokratische gewählte Präsident des Kongo. Er war bei der Bevölkerung sehr beliebt, denn er setzte sich für ein von den ehemaligen Kolonialmächten unabhängiges Kongo ein. Sein Freiheitswille wurde ihm zum Verhängnis. Denn kurz nach Regierungsantritt wurde er ermordet. Der Mord geschah rund um die Gründungstage der ersten unabhängigen Republik Kongos und zeigt die Verwicklung Belgiens und des CIA in die Ermordung des Freiheitskämpfers.

Keine Altersbeschränkung. Sprache: französisch. Untertitel: deutsch.

 

Sankofa Regie: Haile Gerima,

Burkina Faso 1993

Dieser Film führt die junge Mona, ein Model, das seine schwarze Hautfarbe zu vermarkten weiss, zurück in die Zeit des Sklavenhandels. An der ghanesischen Küste posiert die schwarze Schönheit mit der blonden Perücke genau vor jener Festung, wo bis ins 19.Jahrhundert hinein Tausende von afrikanischen Sklaven gefoltert und verschleppt wurden. Sankofa, ein afrikanischer Trommler singt dort die ewige Totenklage, und Mona gerät in seinen Bann. Als Mona zögerlich die Kellerverliese der alten Festung betritt, werden die Geister, die Sankofa beschworen hat, wieder zum Leben erweckt. Sankofa ist ein Begriff aus der Akan-Sprache und bedeutet: „In seine Vergangenheit zurückkehren, sie dem Vergessen entreißen und sich der Zukunft zuwenden“. Das ist der schwierige Weg, den Mona stellvertretend für eine ganze Generation schwarzer Amerikaner antritt, die den Bezug zu ihrer eigenen Geschichte  verloren zu haben scheint.

(c) Ethio Youth Media TV

Altersfreigabe: ab 6 Jahren.

 

Die heutigen Filmemacher

Das afrikanische Kino der Gegenwart erzählt Geschichten, die Afrikanerinnen und Afrikanern heute unter den Nägeln brennen, wie Korruption, die Unterdrückung der Frauen, AIDS oder Kindersoldaten. In Nigeria und Südafrika entstehen die neuen Filmindustrien. Afrikanische Filmstudios richten den Blick auf den Weltmarkt, internationale Produktionen entstehen auf afrikanischem Boden, mit afrikanischen Darstellern und afrikanischen Themen.

Tsotsi Regie: Gavin Hoods

USA/Südafrika 2005

„Tsotsi“ ist ein packendes Drama über eine Jugendgang in einem Township am Rand von Johannesburg. Der 19-jährige Tsotsi ist Anführer einer Gangsterbande, er ist brutal, gerissen und kaltblütig und wird von allen im Viertel gefürchtet. Als er eines Abends in einem noblen Vorort ein Auto stehlen will und von der Besitzern aufgehalten wird, erschießt er sie und flüchtet mit Höchstgeschwindigkeit. Plötzlich hört er auf dem Rücksitz ein Baby schreien und baut vor Schreck einen Unfall. Er muss seine Flucht zu Fuß fortsetzen, zögert, packt das schreiende Bündel, steckt es in eine Papiertüte und nimmt es mit in seine Welt.

Tsotsi basiert auf dem gleichnamigen Buch des südafrikanischen Schriftstellers Athol Fugard.

Altersfreigabe: ab 12 Jahren. Sprache: Englisch. Synchronisation in deutsch.

(c) cineasmus

District 9 Regie: Neill Blomkamp

Südafrika 2009

Plötzlich taucht ein außerirdisches Raumschiff über Johannesburg auf, das dem Land ein außerirdisches Flüchtlingsproblem verschafft. An Bord befinden sich fremde Lebewesen, Insektoide in einem erbärmlichen Zustand, die aufgrund der Manövrierunfähigkeit des Schiffs ein neues Zuhause suchen. Sie werden in einem riesigen Flüchtlingscamp in Johannesburg untergebracht, das sich schnell zu einem Ghetto entwickelt. Ein privates Sicherheitsunternehmen kontrolliert das Ghetto, in Wahrheit ist es jedoch an der Waffentechnologie der Aliens interessiert. Dumm nur, dass kein Mensch die Waffentechnologie aktivieren kann, es sei denn, er verfügte über die DNA der Insektoiden.  Dieser Sciene Fiction Film ist eine Parabel auf die Apartheid und die unsäglichen Auswüche der Rassentrennung in Südafrika.

Altersfreigabe: ab 16 Jahren. Sprache: englisch. Synchronisation: deutsch.

 

Félicité Regie: Alain Gomis

Kongo 2016

Kinshasa, Kongo, eine hektische Stadt, in der sich traditionelles und modernes Afrika Die 40jährige Félicité arbeitet als Sängerin in einer Bar in Kinshasa. Wenn sie auf die Bühne geht, scheint sie den harten Alltag zu vergessen. Sie ist eine unabhängige, willensstarke Frau, die ihren einzigen Sohn Gamo allein großgezogen hat. Ihm gilt ihre ganze Liebe. Als Gamo nach einem Motorradunfall schwer verletzt wird und sein Bein zu verlieren droht, wenn er nicht sofort operiert wird, muss Félicité in Windeseile eine Million kongolesische Francs (etwa 730 Euro) für die lebenswichtige Operation auftreiben. Die auf ihre Unabhängigkeit so stolze Musikerin muss nun andere um Geld bitten, ihre Bandkollegen, ihre Nachbarn, die Gäste der Bar und sogar wildfremde Menschen.

Alain Gomis Film ist ein rasanter Trip durch die Straßen, Märkte und Slums von Kinshasa. Am Ende schlägt er einen Bogen zu einer überraschenden Liebesgeschichte.

(c) vipmagazin

Altersfreigabe: ab 12 Jahren. Sprache: englisch. Synchronisation: deutsch.

Nollywood – Film als Unterhaltungsindustrie

In Lagos, Nigerias „Nollywood“, werden zu kleinen Budgets Unterhaltungsfilme gedreht. Liebesfilme, Actionkino, Familienfilme und Komödien werden zu Massenerfolgen, der Videomarkt boomt, Wanderkinos bringen die Filme in die entlegendsten Winkel des Landes.

 

Afrikanische Filmfestivals

FESPACO

Mit der Gründung des panafrikanischen Filmfestivals FESPACO 1969 in Burkina Faso schuf sich der afrikanische Film ein eigenes Forum.

 

Filmtage in Karthago

Es findet alle zwei Jahre abwechselnd mit den Filmtagen in Karthago, Tunesien statt.

 

Afrika Filmfestival in Löwen, Belgien