Graffiti und Streetart
Sprayer, Graffiti Maler und Streetart Künstler sind in allen Metropolen Afrikas aktiv. Die großen Zentren der Graffiti Sprayer befinden sich in Südafrika, Senegal, Ghana, Kenia oder Lagos. Die Sprayer sind Teil der afrikanischen Jugendbewegungen und bestimmen den öffentlichen Dialog. Sie machen die Mauern der Gebäude zu ihrem Medium, verändern mit ihren Bildern den gesellschaftlichen Diskurs, bringen die Themen ihrer Generation zum Ausdruck.
Ihre Graffiti dienen der anonymen Darstellung diverser meist gegen die Obrigkeit gerichteter Ansichten, sie erzählen von den Problemen, die die Menschen auf der Straße beschäftigen und die in den offiziellen Medien kein Gehör finden. Das Motto der Sprayer: Sag mit einem Bild mehr als ein Politiker mit tausend Worten!
Die Serie beginnen wir in Südafrika, nirgendwo ist die Szene aufregender, exotischer und vielfältiger. Es ist der Ehrgeiz afrikanischer Graffiti Künstler, die Mauern der Großstädte und Townships zu ihrem Medium zu machen. Sie greifen soziale Brennpunkte auf, spiegeln gesellschaftliche Dispute wieder und bringen die gesellschaftliche Spaltung des Landes, die sich auf den Straßen austobt zum Ausdruck.

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Sie interpretieren die Rock Art und Felszeichnungen ihrer Vorfahren neu und verweisen stolz auf die Jahrtausende alte Tradition, die in ihren Felsen, Minen und Höhlen bewahrt ist.

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Sie tragen mit ihren vor Farben sprühenden Bildern zur Verschönerung sozial vernachlässigter Townships bei.

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Sie sprayen übergroße Tierbilder an Hochhäuser, Zäune und Hütten, und bringen ihre Wertschätzung der reichen Tierwelt zum Ausdruck.

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Einer dieser Graffiti Künstler sticht in der lokalen Szene besonders hervor, es ist Falko One, der Tiere, hauptsächlich Elephanten malt. Wenn an einem Haus, einer Straßenmauer oder an einer Hütte ein bunter Elefeant oder mehrere der sanften Rüsseltiere prangt, dann war Falko One hier.

(c) Luke Daniel
Er hofft, das Denken und Empfinden der Bewohner zum positiven zu verändern indem er mit leuchtenden Farben selbst aus der schäbigsten Hütte einen besseren Wohnort machen. Warum malt Falko ausgerechnet Elefanten? Die Rüsseltiere gelten in Afrika als Glückssymbol, sie sind der Schlüssel für positives Denken. Eine ganze Serie von Hütten zählen zu Falkos One Projekt „Once Upon a Town“. Falko meint dazu: Wenn du was an die Wand malst, ist eine Hütte mehr als nur eine Hütte. Sie ist eine Hütte mit Kunst und damit Teil einer großen Freilicht-Galerie. Sie ändert die Wahrnehmung ihrer Bewohner und der Besucher.“ Der Photograph Luke Daniel hat Falkos Elefanten-Bilder fotografiert. Die Bilder reisten rund um den Globus und zeigen ein Afrika, das reich ist an Ideen, die Welt besser zu machen.
Falko gehört seit den achtziger Jahren zur Graffiti-Szene von Südafrika. Er zählt zu den „Gründungsmitgliedern“ der Graffiti-Szene mit seinem ersten Mauer-Gemälde an einer Highschool in Mitchell’s Plain.
Keine Street Art ohne Photographen, Falkos Projekt „Once upon a Town“ wurde photographiert von Luke Daniel.
Die Serie über afrikanische Street Art wird fortgesetzt.


