Weihnachtssafari durch Afrika

Mit unserem afrika4teens-Adventskalender laden wir euch ein zu einer 24-tägigen Reise durch das weihnachtliche Afrika. Jeden Tag findet ihr etwas über weihnachtliche Bräuche, hört Musik, seht Videos, lest Märchen oder stöbert durch Weihnachtsrezepte aus den verschiedenen Regionen Afrikas. Dabei erfahrt ihr, warum der Weihnachtsmann nicht in den Kongo kommt, wie auf Sansibar Weinachten gefeiert wird, wie sich die Kids in den Townships die Zeit bis zur Bescherung vertreiben, wo der kurioseste Weihnachtsbaum steht und vieles mehr.

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Klickt auf den Adventskalender-Button und macht mit  bei unserer kunterbunten Weihnachtssafari. Vom 1. bis 24. Dezember findet ihr hinter jedem Türchen eine Überraschung.

Wir gratulieren Abdulrazak Gurnah!

Der Literaturnobelpreis geht dieses Jahr an den tansanischen Schriftsteller Abdulrazak Gurnah. Die Schwedische Akademie lobte seine „kompromisslose und mitfühlende Darstellung der Folgen des Kolonialismus“. Nicht ohne Grund erhält Gurnah dieses Jahr die wichtigste Auszeichnung in der Literatur. Die Zeit des Kolonialismus ist noch längst nicht aufgearbeitet, wie die jüngsten Unruhen in den USA und Europa und die Black Lives Matter Bewegung zeigen.

Abdulrazak Gurnah – PalFest Flickr

Abdulrazak Gurnah hat zehn Romane und einige Kurzgeschichten veröffentlicht. Sein bekanntester Roman „Das verlorene Paradies“ (1994) spielt im kolonialen Ostafrika während des Ersten Weltkriegs. Der Roman war für den renommierten Booker Prize nominiert und wurde kurz nach Erscheinen ins Deutsche übersetzt.

Er erhält den Preis „für sein kompromissloses und mitfühlendes Durchdringen der Auswirkungen des Kolonialismus und des Schicksals des Flüchtlings in der Kluft zwischen Kulturen und Kontinenten“, wie der Ständige Sekretär der Akademie, Mats Malm, bei der Bekanntgabe sagte.

Der 73-Jährige Autor wurde auf Sansibar geboren und lebt seit dem Ende der sechziger Jahre in Großbritannien. Er unterrichtete an der Universität Kent in Canterbury.  „Wir sind absolut begeistert, dass unserem ehemaligen Dozent Abdulrazak Gurnah der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde – das ist wirklich inspirierend“, twitterte die Hochschule.

Mehr über „Das verlorene Paradies“

Afrika in Zeiten von Corona

Viren kennen keine Grenzen. Dank später Warnungen und weltweit halbherziger Gegenmaßnahmen griff die Epidemie ausgehend von Wuhan auch früh auf den afrikanischen Kontinent über.  Bisher kamen fast alle Länder Afrikas gut durch die Corona Pandemie. Laut dem Africa Center for Strategic Studies konnten die schlimmsten Auswüchse der Pandemie verhindert werden. Dank strikter Gegenmaßnahmen wie Lockdowns, verschärfte Hygienekonzepte und Maskenpflicht verliefen die ersten beiden Wellen glimpflich.

 

Wenige Infektionen trotz geringer Impfquote

In Südafrika war bereits über die Hälfte der Bevölkerung infiziert, als sich  ab Dezember eine besonders infektiöse Mutante des Virus verbreitete. Das Land verzeichnete die höchsten Infektionszahlen mit einem Drittel aller in Afrika gemeldeten Infektionen und fast der Hälfte der Todesfälle. Trotz Sommerzeit auf der südlichen Halbkugel waren die Strände in Kapstadt und anderen Küstenstädten leergefegt.

 

 

Im Spätsommer entschloss man sich zur Öffnung, die Menschen gingen wieder an den Strand, besuchten die Restaurants und genossen das Clubleben. Stand heute liegen die Inzidenzwerte Südafrikas auf mitteleuropäischem Niveau, das gilt auch für Tunesien, Botswana und Namibia. Im übrigen Afrika liegen die Werte sogar niedriger laut dem Afrikanischen Zentrum für Seuchenkontrolle und Prävention.

Ist das südliche Afrika für den bevorstehenden Winter gerüstet?

Das südliche Afrika bereitet sich nun auf den Winter vor, der zwischen Mai und September kühle Temperaturen und Regen bringt – und vermutlich die dritte Welle des Corona-Virus. Wird genügend Impfstoff verfügbar sein? Ähnlich wie in Europa wurde auch in Südafrika die Beschaffung von Impfstoffen nur halbherzig angegangen. Obwohl dort vier Impfstoffe von globalen Pharmakonzernen getestet wurden. Nun geht ein Wettlauf um Astra-Zeneca und andere Impfstoffe los.

Ein Weltimpfprogramm ist gefragt

Die Covax- Initiative der Weltgesundheitsorganisation ist alarmiert, denn der Winter auf der Südhalbkugel bringt auch zahlreiche Länder auf anderen Kontinenten in Bedrängnis. Denn solange die Bevölkerung dort nicht geimpft wird, können sich Mutationen bilden, gefährlichere vielleicht als die zuletzt aufgetretenen. Die Stimmen nach einem Weltimpfprogramm, bisher unterstützt von den USA und Deutschland, werden lauter. Daran sollten sich alle Nationen beteiligen, die dazu in der Lage sind.

Hat die Pandemie Afrika verändert?

Der Lockdown hat die Wirtschaft abgewürgt, das soziale Leben zum Erliegen gebracht und Menschen in Existenznot getrieben. Was für den Einzelnen daraus entstehen kann, schildert die nigerianische Autorin Oyinkan Braithwaite in ihrem Roman Das Baby ist meins, in deutscher Übersetzung erschienen im Aufbau Verlag.

Darum geht’s genau

Der Earth Day und warum er ins Leben gerufen wurde

Earth Day“-Flagge von John McConnell: Die Blue Marble auf blauem Grund

Earth Day“-Flagge von John McConnell: Die Blue Marble auf blauem Grund

1970 wurde der erste Earth Day in den USA begangen. Laut National Geographic hungerte zur Zeit des ersten Earth Day ein Viertel aller Menschen auf der Erde. Etwa die Hälfte der Menschheit lebte in Armut. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Afrika betrug 45,6 Jahre. An Hungersnöten starben allein in Westafrika rund eine Million Menschen. Kriege, Revolten und Unruhen tobten im Kongo, Kenia, Äthiopien, Nigeria und den portugiesischen Kolonien. Eine Grippepandemie wütete in Asien und griff auf einen Teil der restlichen Welt über. Mehr als eine Million Menschen fielen ihr zum Opfer.

Der ausgebeutete Planet

Der Planet befand sich damals in einem schlimmen Zustand. Das Wasser der meisten großen Ströme war ungenießbar. Die Häfen erstickten in Abfällen. Bleihaltiges Benzin setzte giftige Dämpfe in hohen Mengen frei. 1972 erschien das Buch: Die Grenzen des Wachstums. Die Autoren machten deutlich, dass wir dabei sind, unseren Lebensraum zu zerstören. Die Welt hat seit 1970 Fortschritte gemacht: Wir haben mehr zu essen, leben länger, haben Zugang zu sauberem Wasser und zu Strom, doch um einen sehr hohen Preis, wie wir nun mehr als 50 Jahre danach erkennen müssen.

Der Earth Day 2021, ein bedrohter Planet

Die Umweltprobleme haben sich seit 1970 verändert, sie sind umfassender und komplexer geworden: Verlust an Biodiversität, Absinken der Grundwasser führenden Schicht, Übersäuerung der Meere, Abtragung der Böden, und der Klimawandel, das größte von allen Umweltproblemen. Diese Bedrohungen sind kaum sichtbar, aber ihre Effekte sind immens – und nur schwer aufzuhalten. Warum? Für Klimawandel gibt es wenige Bilder, die uns deutlich machen, wie zerstörerisch er für uns und den Planeten ist. Oder fällt dir spontan ein Bild ein? Afrika betrifft der Klimawandel besonders hart: Überschwemmungen an den Küstengebieten im Westen und Süden und große Dürren im Osten und in der Sahelzone. Andererseits liegen die größten Klimachancen in Afrika. Dort, wo die Sonne nahezu unbegrenzt scheint, können CO2-freie Energieträger wie grüner Wasserstoff und Methanol günstiger hergestellt werden als zum Beispiel in Europa. Laut  Entwicklungsminister Gerd Müller sind in Ländern wie Tunesien oder Südafrika solche Produktionsstätten geplant. Mit deren Bau würden auch moderne Arbeitsplätze geschaffen werden.

Global denken, lokal handeln

Wir können Umweltprobleme leichter lösen, wenn wir einen direkten Einfluss auf unser physisches Wohlbefinden haben. Im Fall von Luft- und Wasserverschmutzung hat die Verbesserung einen verstärkenden Effekt auf unser Verhalten. Doch viele Probleme, vor denen wir heute stehen, erscheinen weit entfernt und abstrakt wie der Klimawandel. Darum sind sie jedoch nicht weniger ernst und dauerhaft. Werden wir sie lösen können? Beginnen wir bei uns, in unserem Alltag gibt es tausend Möglichkeiten, klimabewusst zu leben: Wasser und Energie zu sparen, fleischreduziert ernähren, wenn fliegen, dann mit Kompensationszahlung, die Liste könnt ihr beliebig fortsetzen. Sehen wir den Klimawandel als Abenteuer, in dem jeder ein Held sein kann.

Buchtipp: Was, wenn wir einfach die Welt retten? Handeln in der Klimakrise. Frank Schätzing, Kiepenheuer & Witsch, Köln

Zur Erinnerung

Earth Day Every Day – Songtext von John Denver (1990 erschienen)

Celebrate morning
The cry of a loon on a lake in the night
the dreams that are born in the dawn’s early light
Celebrate morning
Celebrate living

The laughter that sings in the heart of a child
The freedom that flies at the call of the wild
Celebrate living
Celebrate evening
The stars that appear in the loss of the sun
Whispering winds, we are…

Zum Entdecken: Google Earth zeigt den Klimawandel im Zeitraffer

Gehe zu Google earthengine unter

https://earthengine.google.come/timelapse/

Mit seiner Timelapse-Funktion zeigt Google Earth die Veränderungen der Oberfläche der Erde im Zeitraffer,  in die dreidimensionale Ansicht des Globus integriert. Satellitenbilder der letzten 37 Jahre wurden dafür ausgewertet und stehen als interaktives „4D-Erlebnis“ bereit. Was ist in dieser Zeitspanne in Afrika geschehen? Bespiel Madagaskar: Sieh die Zerstörung der Wälder zwischen den Küstenstädten Toliara und Saint Augustin an der Westküste der Insel sowie entlang dem Onilahy Fluss. Du erkennst so, dass in dieser kurzen Zeit aus einer einstmals grünen Fläche ein ödes, verstepptes Gebiet geworden ist.

In Addis Abeba, der Hauptstadt von Äthiopien, sieht es nicht viel besser aus.

https://developers.google.com/earth-engine/timelapse/videos

 

 

Internationaler Tag gegen Rassismus 21. März 2021

Zur Erinnerung an das Massaker von Sharpeville in Südafrika 1960 wird am 21. März der Internationale Tag gegen Rassismus veranstaltet. Der Gedenktag wurde 1966 von der UNO ausgerufen. Knappe 60 Jahre danach stellt sich die Frage, was der Gedenktag bisher verändert hat.

Ein Blick zurück in das Südafrika zu Zeiten der Apartheid

In Südafrika herrschte 1960 eine weiße Minderheitsregierung, die mit der Politik der Apartheid die Rechte der schwarzen Bevölkerung massiv einschränkte. In Sharpeville fanden sich rund 200.000 Menschen zusammen, um gegen das Apartheid-Regime zu demonstrieren. Trotz der gewaltfreien und friedlichen Protestaktion eskalierte die Situation und es kam zu ersten Schüssen der Polizei. Die in Panik fliehenden Demonstranten wurden weiterhin von der Polizei beschossen. 69 Menschen verloren ihr Leben, hunderte wurden teils schwer verletzt. Der Gedenktag hat den Rassismus in Südafrika oder anderswo in der Welt nicht beendet. Aber er war einer der Bausteine, der das rassistische Regime in Südafrika zu Fall brachte.

Was geschieht in Südafrika heute?

Auf der einen Seite ist seit Abschaffung der Apartheid in der „Rainbow“-Nation viel erreicht worden. Doch in einer Generation sind die enormen Schäden, die durch das weiße Regime unter den Völkern des Landes angerichtet wurden, nicht zu bereinigen. Die ungleiche Verteilung der Reichtümer des Landes hat die Armut im Land verschärft. Gleiche Bildungschancen für alle ist noch Zukunftsmusik, und die politischen Ämter sind nicht für alle gleich zugänglich. Hinzu kommt nicht zuletzt die Wirtschaft. Unter den börsennotierten Firmen Südafrikas werden nach neuesten Erhebungen 78 Prozent von weißen Männern geleitet.

 

Starke Netzwerke gegen Rassismus

Durch seine Geschichte ist Südafrika besonders bestrebt, rassistischen Problemen auf demokratische Weise zu begegnen. Zu diesem Zweck wurde 2015 die Organisation ARNSA von der Ahmed Kathrada und Nelson Mandela Siftung gegründet. Heute befinden sich im Vorstand auch Angehörige des Instituts für Gerechtigkeit und Versöhnung und das Zentrum für die Förderung von Anti-Rassissmus und Demokratie. Eine Anzahl von anderen Organisationen in den verschiedenen Provinzen sind Teil des Netzwerkes geworden, um Rassismus innerhalb der Communities zu regeln sowie auf nationaler und internationaler Ebene gegen den weltweiten Rassismus einzutreten.

 

Solidarität kennt keine Grenzen

Auch heute ist dieser Gedenktag wichtig, denn durch Armut, Kriege und Versäumnisse in der Klimapolitik werden Menschen vertrieben und flüchten in andere Länder und Kontinente, wodurch Rassismus und die damit verbundenen Fragen von kultureller und religiöser Akzeptanz neu befeuert werden. Das Motto des Gedenktages 2021: Solidarität. Grenzenlos. Ist es das richtige Motto für diesen Gedenktag in Zeiten der Corona-Pandemie? Das Corona-Virus verbreitet sich nicht nach rassistischen Prinzipien, aber die Verteilung des Mittels gegen das Virus ist nicht frei von rassistischen Voreingenommenheiten. Noch wird in Afrika wenig geimpft. Die ärmsten Länder im südlichen Afrika stehen am Ende der Warteschlange, wie Ärzte ohne Grenzen vermelden. Wenn ein Gedenktag etwas verändern kann, dann bitte auch in punkto Gesundheitsvorsorge und Überleben aller.

 

Black Lives Matter

Der Tod des Afroamerikaners George Floyd am 25. Mai in Minneapolis durch einen Polizeieinsatz hat weltweit Entsetzen ausgelöst. Die Polizeigewalt in den USA, vor allem gegen schwarze Bewohner, hat eine unrühmliche Geschichte. Schwarze geraten öfter in Polizeigewahrsam, die Gefängnisse sind in der Regel mit 80 Prozent schwarzen Insassen belegt. Bei Festnamen kommen immer wieder Schwarze ums Leben. Was George Floyds Tod von allen anderen vergleichbaren Fällen unterscheidet: Der Vorfall wurde von Passanten gefilmt, einige versuchten, die brutal vorgehenden Polizeikräfte zur Mäßigung zu bewegen, umsonst. Über die Sozialen Medien verbreiteten sich die Aufnahmen von dem Geschehen sekundenschnell um die Welt. Die vier beteiligten Polizisten wurden festgenommen, vermutlich werden sie wegen Totschlags vor Gericht gestellt. In einem Jahr soll der Prozess beginnen.

 

Ist die Polizeigewalt in den USA rassistisch?

Der Fall löste großflächige Proteste gegen Polizeigewalt in den USA aus, denn er  ruft Erinnerungen an die schlimmsten Zeiten des Rassismus wach, an die „Black Panther“ Widerstandsbewegung  in den USA. Darüber hinaus führt er einmal mehr die traurige Zeit der Sklaverei vor Augen und deren Langzeitfolgen für heutige Generation. Die Wut trieb Zehntausende auf die Straße, sie protestierten, randalierten, einige plünderten. In 140 amerikanischen Städten machte die Wut der Menschen die Nacht zum Tag. Wegen Ausschreitungen und Plünderungen, bei denen es zu mehreren Todesopfern kam, wurden ab dem 31. Mai 2020 in 40 US-Städten Ausgangssperren verhängt. Sogar die Nationalgarde wurde eingesetzt. In diesem Zusammenhang kam es zu weiteren Fällen von Polizeigewalt, die als unverhältnismäßig kritisiert wurde.

Die „Black Lives Matter“ Proteste griffen schnell auf die gesamte westliche Welt über, vor allem auf jene Länder, die einst am transatlantischen Sklavenhandel beteiligt waren. Die Menschen in Paris, London, Berlin, Lausanne gingen auf die Straße. Von Pretoria bis nach Sydney gab es Protestzüge. Ein Beispiel des Protestes: Bristol in Großbritannien.

Edward Colston und der transatlantische Sklavenhandel

Bei Anti-Rassismus-Protesten im englischen Bristol haben Demonstranten am 7. Juni die Statue eines britischen Sklavenhändlers vom Sockel geholt und ins Hafenbecken geworfen. Wie die Videoaufnahme eines Augenzeugen zeigt, zogen Demonstranten am Sonntag eine Schlinge um den Hals der Statue von Edward Colston, brachten sie zu Fall und versenkten sie im Fluss Avon. Die Polizei Englands kündigte Ermittlungen an. Ein paar Daten zu Colston: Der im 17. Jahrhundert in eine wohlhabende Händlerfamilie geborene Colston arbeitete für die Königlich-Afrikanische Gesellschaft. Die Royal African Company war eine Handelsgesellschaft, die von der königlichen Familie Stuart und Händlern der City of London gegründet wurde. Die Gesellschaft besaß ab 1662 in England das Monopol für den Handel mit Gold, Silber, Elfenbein und Sklaven an der Westküste Afrikas. Colston war an der Versklavung von 80 000 Menschen beteiligt und wurde hauptsächlich durch Sklavenhandel reich. Die meisten Gefangenen wurden in die Karibik verschifft und mussten auf den Inseln auf Zuckerplantagen schuften. Später erwarb Colston sich durch Spenden an Schulen und Krankenhäuser den Ruf eines Philanthropen. Zum Dank errichteten 174 Jahre nach seinem Tod wohlhabende Kaufleute der Stadt diese Statue für ihn, jedoch ohne Hinweis auf seine Vergangenheit als Sklavenhändler. Schon damals gab es Proteste gegen die Statue.

„Heute bin ich Zeuge von Geschichte“, schrieb William Want, der das Video von dem Sturz der Colston-Statue veröffentlichte, auf Twitter.

 

Stimmen aus dem Vereinigten Königreich

Der Bürgermeister von Bristol bedauert den Verlust der Statue des Sklavenhändlers nicht. Das sagte Marvin Rees von der Labour-Partei am Montag in einem BBC-Interview. „Als gewählter Politiker kann ich Sachbeschädigung und Unruhen wie diese nicht unterstützen“, sagte Rees. Aber die Statue eines Sklavenhändlers mitten in der Stadt sei für ihn niemals etwas anderes als ein „persönlicher Affront“ gewesen, betonte der Politiker mit jamaikanischen Wurzeln.

Die britische Innenministerin Priti Patel nannte den Angriff auf die Statue „zutiefst schändlich“. Sie sprach im Sender Sky News von „Vandalismus“ und einem „völlig inakzeptablen Akt“.

Premierminister Boris Johnson verurteilte die Ausschreitungen bei den Anti-Rassismus-Protesten. Die Gewaltakte seien ein „Verrat“ an den von den Demonstranten propagierten Zielen, twitterte er, ging dabei jedoch nicht auf die Colston-Statue ein.

Ist Gewalt gegen nationale Symbole des Rassismus gerechtfertigt?

Rechtfertigt das Ziel, Rassismus abzuschaffen, das gewaltsame Vorgehen der Demonstranten? Wir erinnern uns: Nelson Mandela hat die Frage vor Gericht klar beantwortet und dafür ein Leben hinter Gittern riskiert. Das war zur Zeit des Unrechtssystems der Apartheid, das Schwarze aus allen Bereichen der Gesellschaft ausgrenzte und Oppositionelle mit aller staatlichen Willkür verurteilte und misshandelte. Heute geht es in demokratischen Gesellschaften darum, Rassismus aufzuarbeiten, sich mit der Geschichte und den Folgen der Sklaverei zu beschäftigen. Und gehört dazu nicht auch, sich der öffentlichen oder staatlichen Symbole dieser Vergangenheit zu entledigen oder sie entsprechend einzuordnen? Minneapolis und der Tod von George Floyd werden den Blick auf Rassismus verändern.  Der britisch-nigerianische Historiker David Olusoga schrieb zu Bristol: „Was auch immer in nächster Zeit gesagt werden wird: Das war kein Angriff auf Geschichte – das ist Geschichte. Es ist einer jener seltenen historischen Momente, die dazu führen, dass die Dinge nie wieder so sein können, wie sie waren.“

Jugendproteste in Afrika 2019

Dieses Photo schoss der japanische Fotograf  Yasuyoshi Chiba während der Jugendproteste im Sudan 2019. Es zeigt einen jungen Mann, der im Schein von Handy-Lampen Gedichte rezitiert. „Straight Voice“, gerade herausgesprochen, ist das Siegerbild des World Press Photo Contest, es zeigt einen Moment der Poesie mitten in den blutigen Protesten im Sudan.

Stoppt Corona die Jugendproteste in Afrika?

Dass hunderttausende Jugendliche sich in vielen afrikanischen Ländern erheben und ihre Regierungen herausfordern, ist eine totale Neuentwicklung in Afrika. Lange galt in vielen Ländern Afrikas das Prinzip, «Suffering and Smiling»: Man leidet, aber lächelt dabei. Jugendproteste flammten zwar in einzelnen Ländern immer wieder auf, wurden aber auch schnell von Polizei und Militär niedergeschlagen. 2019 änderte sich das. Vielerorts kam es zu einer Emanzipation der Massen: Wer leidet, schweigt nicht mehr, sondern fordert Verbesserungen oder verlangt nach einem Umsturz. Der Mut der Verzweifelten und der Kampfgeist der Enttäuschten beherrschte die Großstädte Afrikas, im Norden wie auch in den Ländern südlich der Sahara.

Die Gründe für den Zorn

Die Gründe für den Zorn der Menschen liegen auf der Hand. Rund ein Drittel der 1,3 Milliarden AfrikanerInnen lebt in absoluter Armut. Von den hohen wirtschaftlichen Wachstumsraten der letzten Jahre profitierte meist nur eine kleine Elite. Jobs gibt es noch immer viel zu wenige, die staatlichen Dienstleistungen sind ungenügend und die Korruption grassiert. Besonders für die junge Generation sind die Perspektiven düster. Laut Weltbank sind die sozialen Aufstiegschancen für junge Menschen auf keinem Kontinent geringer als hier. Nur einer von vier Schulabgängern findet eine Stelle. Viele dieser Missstände existieren in Afrika seit Jahrzehnten, ohne dass diese zu großen Revolten geführt hätten. Was hat zu der jüngsten Entwicklung geführt? Da ist einmal die Digitalisierung, die es möglich gemacht hat, dass Demonstrationen in verschiedenen Städten koordiniert werden können. Dazu zählt das starke Wachstum afrikanischer Städte, in denen sich Proteste viel rascher ausbreiten als auf dem Land. Und dazu gehört die Tatsache, dass sich in den letzten Jahren in vielen Ländern eine kleine, kritische Mittelschicht gebildet hat. Diese vertritt selbstbewusst ihre Interessen gegenüber autoritären Regierungen. Immer weniger lassen sich mit falschen Versprechen abspeisen. Und weil es bei Wahlen in Afrika selten eine wirkliche Wahl gibt, gehen sie auf die Straße.

Corona verstärkt die Wut

Für bedrängte Regime Afrikas verhilft die gegenwärtige Pandemie zu einer willkommenen Verschnaufpause. Die Demonstranten müssen zu Hause bleiben, daher lässt der Protest nach. Doch die Wut der Menschen wird nicht verschwinden, im Gegenteil. Wenn die Corona-Krise den Kontinent wirtschaftlich lähmen wird, dann werden die Missstände der Regierungen nicht mehr zu vertuschen sein. Die Proteste dürften dann umso heftiger wieder aufflammen, sobald das Virus unter Kontrolle ist.

Was bedeutet das für die Zukunft des Kontinents? Im besten Fall können Proteste überfällige Veränderungen anstoßen. In Äthiopien leiteten die ausdauernden Demonstranten die Demokratisierung ein. Im Sudan stürzten sie einen unantastbar scheinenden Autokraten. In Malawi wurde nach Protesten die manipulierte Wahl annulliert, die Regierung von Ghana musste wegen des Unmuts in der Bevölkerung auf den teuren Neubau des Parlaments verzichten. Im schlechteren Fall aber bewirken Proteste genau das Gegenteil von dem, was sie anstreben. In Togo, Tschad und Benin haben regierungskritische Demonstrationen dazu geführt, dass die Freiheiten eingeschränkt wurden. In Kamerun mündeten die friedlichen Demonstrationen in eine bürgerkriegsähnliche Krise. In Guinea änderte der Präsident trotz zahlreicher Proteste die Verfassung, um noch länger an der Macht zu bleiben.

Stabilität oder Umbruch

Der wachsende Widerstand in Afrika ist vor allem für die Jugend eine Chance, wenn sie dazu beitragen kann, dass verantwortungsvolle PolitikerInnen die Macht übernehmen. Ob dies gelingt, liegt in ihren Händen. Doch der Einfluss europäischer, amerikanischer oder chinesischer Regierungen ist ebenfalls wichtig. Europa hat zwar einiges an Einfluss verloren, trotzdem spielt es immer noch eine Rolle, wie etwa Paris, Berlin oder Brüssel zu einer bestimmten afrikanischen Regierung steht. Bisher galt dabei leider ein Leitprinzip: Ein Freund Europas ist, wer Stabilität bietet. Demokratie und Menschenrechte spielten nur in Absichtserklärungen eine gewisse Rolle, aber kaum in der Politik der Länder. So kam es, dass Autokraten wie Déby im Tschad, Museveni in Uganda, Biya in Kamerun Jahrzehnte lang auf die Unterstützung des Westens zählen konnten.

Diese Politik hat ausgedient: Wo Politiker nicht die Bedürfnisse der Menschen ins Zentrum stellen, sondern nur egoistische Interessen verfolgen, wächst der Zorn. Denn immerhin gilt: Fast sieben von zehn AfrikanerInnen erachten die Demokratie als beste Regierungsform. Der Wunsch nach Freiheit ist ihnen sehr wichtig. Hinzu kommt: Die meisten Jugendlichen gehen auf die Straße, weil sie keine Zukunftsperspektiven haben und marginalisiert werden. Diese Erkenntnis ist wichtig für Europa. Die Protestierenden in Algier, Khartum, Jaunde oder Lomé, machen klar, dass sie Unterstützung verdienen, und nicht die alten Regierungskader, die sich dank europäischer und anderweitiger Zuwendungen an der Macht halten können. Die Jugend benötigt keine Zuwendungen, sie benötigt Hilfe zu Selbsthilfe.

Afrikanische Musik in Corona Zeiten

Musik lebt vom Austausch, von Festivals und Performances und nicht zuletzt von einer funktionierenden Industrie. In Zeiten von Corona erscheint das fast unmöglich. Das sich schnell verbreitende Virus lähmt die Kreativen. Wirklich alle? Die Midem, die größte Musikmesse der Welt, die alljährlich in Cannes Anfang Juni stattfindet, lässt sich davon nicht abhalten. Wenn nicht real, sagen die Veranstalter, dann eben digital. Die online Version des Musikfestivals bringt die weltweite Musikgemeinschaft zusammen, um sich auszutauschen und neue Wege im Musikmarkt zu diskutieren. Die globale Vereinigung der Musikbranche ist dabei wichtiger denn je, um besonders jene MusikerInnen zu unterstützen, die noch um ihren Platz im internationalen Musikgeschäft kämpfen müssen. Dazu gehören vor allem MusikerInnen aus Afrika.

Midem’s African Forum

Speziell für afrikanische Künstler und Kreative wurde das African Music Forum im Rahmen der Midem geschaffen. Einer der Initiatoren ist der Nigerianer Femi Kuti, Sänger und Saxofon-Virtuose. Sein Vater Fela Kuti gilt als Erfinder des Afrobeat. Femi Kuti hat sein Erbe angetreten und den Afrobeat mit seiner Band The Positive Force beständig erweitert und mit Elementen von Punk und Hiphop modifiziert. Seine Art des Afrobeat ist durch zahlreiche Blasinstrumenteund klare afrikanische Klänge und Rhythmen gekennzeichnet. Gleichzeitig ist sie auch stark vom US-amerikanischem Jazz beeinflusst.

Afrobeat als politisches Sprachrohr

Femi Kuti ist dabei seinem Prinzip treu geblieben, Musik als politisches Sprachrohr im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit einzusetzen. In den Musiktexten prangert er die perspektivlosen Lebensbedingungen in Afrika an wie auch zahlreiche existentielle Probleme. Dazu gehört der Kampf gegen Aids und die rücksichtslose Ausbeutung der Ressourcen durch multinationale Ölkonzerne, die gigantische Umweltzerstörungen in Nigeria hinterlassen haben. Wie sein Vater bedient er sich in seinen Texten des weitverbreiteten Pidgin-Englisch, um möglichst viele Menschen im Vielvölkerstaat Nigeria zu erreichen.

 

Der Club The New Africa Shrine in Lagos, den Femi Kuti seinem Vater zum Denkmal setzte, ist nach wie vor das Zentrum der internationalen Afrobeat-Bewegung und kollaborativer Entstehungsort für Femi Kutis Musik. 2018 erschien sein neues Album One People, One World, mit dem er auch durch Europa tourte.

Auszeichnungen: 1999 wurde Femi Kuti mit dem Kora All African Music Award in den Kategorien Best Artist of West Africa und Best Artist

Auf Youtube kannst du Femi Kuti & The Positive Force bei seinem Konzert in Winterthur 2018 hören

Das Corona-Virus und seine Folgen für Afrika

Das Coronavirus macht allen Menschen Sorgen, denn es ist gefährlich und breitet sich schnell aus. Bei den jüngeren Menschen verursacht es zumeist nur eine Erkältung. Aber für Kranke und alte Menschen kann es schlimme Auswirkungen haben und sogar zum Tod führen. Das Virus brach in China aus und trat dann seine Reise durch alle Kontinente an. Inzwischen ist es auch in Afrika angekommen. Zum Glück sind dort noch nicht so viele Menschen infiziert wie in China, Europa und den USA.

 

Wie ernst ist die Lage auf dem afrikanischen Kontinent?

Die offiziellen Fallzahlen in Afrika sind relativ gering. Das heißt allerdings nicht, dass sich das Virus nicht rasant ausbreiten würde – nur wird in den Ländern südlich der Sahara kaum getestet. Rund 8000 Infizierte in 50 afrikanischen Staaten werden bisher gemeldet. Die Liste der Infektionen wird von Südafrika angeführt, mit 1100 bestätigten Fällen, gefolgt von Ägypten mit mehr als 500 sowie Marokko und Algerien mit jeweils mehr als 400 Ansteckungen. Die Kurve steigt fast überall exponentiell an.

„In den kommenden zwei Wochen wird sich das Schicksal Afrikas in Sachen Covid-19 entscheiden“, warnt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Gesundheitssysteme afrikanischer Staaten sind nicht gut ausgebaut. Sie dürften einer Belastung, wie sie China, Europa und die USA erleben, nicht gewachsen sein. Angesichts fehlender Intensivstationen und Beatmungsgeräte rechnet man mit Hunderttausenden von Opfern.

Wie reagieren die afrikanischen Regierungen auf den Corona-Ausbruch?

Die Behörden in den afrikanischen Ländern haben schnell reagiert. Das liegt auch daran, dass die Länder in Westafrika und im Zentrum Afrikas durch Ebola erfahren sind im Umgang mit hoch ansteckenden Viren. Die Reisebestimmungen wurden eingeschränkt, Flüge abgesagt und Schiffe dürfen nicht anlegen. Betroffene werden schnell isoliert. Trotzdem ist die Angst groß. Daher wurden auch in vielen Ländern Schulen und Kindergärten geschlossen und Ausganssperren verhängt. Manche Gesundheitsexperten meinen, dass die größte Gefahr von COVID-19 für Afrika nicht in den direkten Todesfällen bestehen könnte, sondern in den indirekten Auswirkungen für die Bekämpfung von HIV, Tuberkulose und Malaria, die zusammen jedes Jahr 1,5 Millionen Menschenleben fordern.

Wie schützen sich die Menschen in den Townships und Slums?

In den Armenvierteln Afrikas könnten die Maßnahmen gegen das Coronavirus nach Einschätzung von Helfern zur tödlichen Falle werden. Nach Angaben der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer müssen arme Menschen rausgehen, um Geld zu verdienen. Denn die meisten lebten von der Hand in den Mund. Doch würden die Ausgangssperren, die eine Verbreitung des Coronavirus eindämmen sollen, teils mit massiver Gewalt durchgesetzt, wie aus den Slums von Nairobi und Johannesburg berichtet wird. Dies sei lebensbedrohlich für den ärmsten Teil der Bevölkerung.

Armut in Afrika in Zahlen

In den Ländern südlich der Sahara leben den Angaben des IWF zufolge 413 Millionen Menschen in extremer Armut – mehr als die Hälfte aller Armen weltweit. Zwar versuchten die meisten Regierungen, die Armen zu unterstützen, aber das seien Tropfen auf den heißen Stein. So hätten dort 565 Millionen Menschen keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen, 330 Millionen kein sauberes Wasser. Und wie sollen die Bewohner in den überfüllten Slums wie in Kibala in Kenia oder in den Townships in Südafrika Abstand halten? Siehe dazu auch den Beitrag über das Leben in Zeiten von Corona in Südafrika

Das Cape Town International Public Art Festival 2020

 

Dieses Wandgemälde könnte von der ehemaligen Berliner Mauer stammen, ist aber auf einer Mauer in Kapstadt zu sehen. Die Hafenstadt in Südafrika zieht viele Künstler an, denn die Stadt ist reich und beherbergt zahlreiche Kunstsammler. Im Februar ist die Stadt Anziehungspunkt für Künstler aus aller Welt. Anlässlich des IPAF, des International Public Art Festival, wird die Stadt zu einem riesigen Freilicht-Atelier, so auch dieses Jahr. Die Künstlerviertel Woodstock und Salt River sind dann nicht nur Standort für Ateliers und Galerien. Die Gegend rund um die Shelley Road wird dank des Street Art Festivals zu einer großen Open-Air-Galerie, die wie auch die letzten Jahre zuvor um neue spannende Werke erweitert wird. Dann bringen die besten Street-Art-Künstler aus Südafrika und der Welt ihre Kunstwerke auf Häusern, Schulen oder Brandmauern an. Der Kunstkarawane folgen Kritiker und Journalisten. Touristenführer bieten einen spannenden Einblick in diese lebendige Kunst-Szene.

Künstler drücken mit ihrer Arbeit Hoffnung aus

„Kunst hält uns am Leben“, erzählt der Künstler Jason. Denn in einem Land mit hoher Arbeitslosigkeit und einer erschreckenden Kriminalitätsrate ist Kunst oft verbunden mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. Deshalb bietet das IPAF talentierten Street-Art-Künstlern diese Plattform. Jedes Jahr werden neue Wände verziert, wächst die Galerie um weitere Werke. Bash, Blackrose, Jakes Mbele, Keng, Stefan Smit, Petra Vonk und zwanzig andere Künstler waren dieses Jahr vertreten, um die bunteste aller afrikanischen Städte zu verschönern.

 

Kunst ist ein Spiegel der Gesellschaft

„Als ich herkam waren Schwarze und Weiße strikt getrennt“, erzählt Manfred Zylla. Der gebürtige Augsburger lebt und arbeitet seit 1970 in Kapstadt. „Die Kunst war für viele eine Möglichkeit, mit diesen Beschränkungen umzugehen.“ Politische Aktivisten nutzten Kunst in den 1970er und 1980er Jahren, um auf die Apartheid aufmerksam zu machen. Welche Themen Künstler aus Afrika heute beschäftigen, lässt sich unter anderem in den Museen der Stadt erleben, etwa im Zeitz Museum of Contemporary Art Africa  im Hafenviertel Waterfront. In den umgebauten Getreidesilos am Hafen ist hier in einer permanenten Ausstellung auch die umfangreiche Privatsammlung beeindruckender afrikanischer Kunst des Namensgebers und ehemaligen Puma-Chefs Jochen Zeitz.

In wechselnden Ausstellungen zeigen zeitgenössische Künstler außerdem, was ihnen unter den Nägeln brennt: Emanzipation, Sexualität, prekäre Lebensbedingungen oder Korruption. „Es gibt halt immer noch eine Menge Probleme“, sagt Zylla.