Nordafrika und die Sahara
Nordafrika wird beherrscht von der Sahara, der größten Wüste der Welt. Sie erstreckt sich vom Atlantik bis zum Roten Meer und liegt im Bereich des nördlichen Wendekreises bei 23,5 °. Die hier herrschenden Hochdruckgebiete lösen die Wolken auf, weshalb es hier fast nie regnet.

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Quer durch Nordafrika zieht sich die Sahara. Die größte Wüste der Welt hat eine Fläche von 9.200.000 km² und erstreckt sich über 10 Länder: Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Sudan, Tschad, Niger, Mali und Mauretanien.
Die Sahara ist mit einer Fläche von neun Millionen Quadratkilometern etwa so gross wie die USA. Am Tag ist die Wüste ein Backofen, da herrschen über 50 Grad und mehr. Nachts ist sie ein Kühlschrank, da fallen die Temperaturen unter Null.
Die Sahara
Sahara ist ein Wort aus dem Arabischen und bedeutet ockergelb. Tatsächlich hat der Sand der Sahara eine ockergelbe Farbe.

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Die Sahara besteht jedoch nicht nur aus Sandwüste, die sich nur über 20 Prozent der Sahara erstreckt. Sie umfasst verschiedene Landschaftstypen wie Stein- oder Felswüsten und Kies- oder Geröllwüsten, die etwa 70 Prozent der Fläche ausmachen. Salzseen und Oasen machen den kleinsten Teil der Sahara aus, sind aber ausschlaggebend dafür, dass es in der Sahara Leben gibt. An die Sahara schließt sich die Sahelzone an. Mehr zum Sahel
Schnee in Afrika
Der Atlas ist ein gewaltiges Faltengebirge im Nordwesten Afrikas. Er zieht sich über 2300 km hin über Marokko, Algerien und Tunesien. Der höchste Gipfel ist der Toubkal mit über 4167 m Höhe. Der Atlas bildet eine Scheidelinie zwischen dem relativ feuchten Klima im äußersten Norden des Maghreb und der extrem trockenen Sahara. Aufgrund jahrhundertelanger Abholzung und Beweidung sind die Wälder des Atlas heute verschwunden und vorwiegend durch immergrüne Strauchgewächse ersetzt wie Zedern, Korkeichen, Macchiabüsche, Kakteen, Feigen- und wilde Olivenbäume. Die Tierwelt im nördlichen Gebirgsraum ist vielfältig, wenn auch nicht zahlreich. Typisch sind Wildschweine, Hasen, Esel. Im südlichen Teil des Atlas leben Gazellen, Leoparden, Hyänen, Wüstenhasen, Springmäuse, Kleinreptilien und zahlreiche Arten von Insekten.
Der Hohe Atlas an der Küste von Marokko ist bis zu 4000 Meter hoch und im Winter mit Schnee bedeckt. Nördlich des Atlas herrscht Mittelmeerklima, südlich des Atlas beginnt das trockene Wüstenklima.
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Die meisten Städte Nordafrikas liegen an der Mittelmeerküste oder im nördlichen Teil des Atlas. Alle größeren Städte Algeriens liegen im Nordteil des Landes und damit in der Region des Atlasgebirges, da im südlichen Teil die Sahara mit extrem schlechten Siedlungsbedingungen liegt. Auch die großen Städte Tunesiens und Marokkos liegen in der Region des Gebirges.
Ein Fluss durch die Wüste
Der Nil ist der längste Fluss der Erde. Er entspringt im Hochland von Äthiopien. Der Nil besitzt zwei Quellflüsse: den kürzeren, aber wasserreicheren Blauen Nil und den wesentlich längeren Weißen Nil. Er fliesst nordwärts mitten durch die Sahara und durchfliesst 11 Länder, die als Anrainerstaaten des Nils gelten.

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Der Nil ist mit rund 6.671 km der längste oder zweitlängste Fluss der Erde. Sein Einzugsgebiet beträgt 2,87 Millionen km². Unterhalb von Kairo fächert sich der Nil zum etwa 24.000 km² großen Nildelta auf und mündet in zwei Hauptarmen ins Mittelmeer. Einmal im Jahr überschwemmt der Nil die Felder in Ägypten und sorgt für fruchtbaren Ackerboden. Ohne ihn wäre das ägyptische Pharaonenreich nicht entstanden. Eine Fahrt mit einer Feluke, einem traditionellen Holzboot ist die beste Art, den Nil zu erkunden.
Die Nomaden der Sahara

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Tiere in der Sahara
In der Wüste zu überleben ist für alle Bewohner sehr schwer. Es gibt kaum Wasser, keinen Schatten, keinen Schutz vor Räubern und Jägern. Deshalb können nur die genügsamsten Tiere hier überleben. In der Sahara wächst fast nichts, daher leben hier wenige Tierarten wie Wüstenfüchse, Springmäuse, die selten gewordenen Mendesantilopen, die Damagazellen und Dorkasgazellen.

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In den sandbedeckten Wüstengegenden finden sich Sandkatzen, Streifenhyänen und der seltene Nordwestafrikanische Gepard. Reptilien und Insekten gibt es in allen Bereichen der Sahara. Echsen wie Agamen nutzen ihre Hornschuppenhaut als Schutz vor der Sonne. Schwarzkäfer und der Pillendreher sind häufig. Termiten und Ameisen bilden einen großen Teil der Biomasse. Im Tibesti-Gebirge leben Mähnenspringer, seltene Raubvögel und verschiedene Reptilienarten. Hier kann man auch Gazellen, Vögel und Schlangen beobachten. Elenantilopen, Nilkrokodile, Steppenwarane, Paviana und Hyänen bevölkern die Halbwüsten. Mehr zu den Tieren der Wüste
Zu den Ländern Nordafrikas zählen Kapverden, Algerien, Tschad, Ägypten, Eritrea, Lybien, Marokko, Mauretanien, Niger, Sudan, Tunesien.


